Tourismusabgabe ausgesetzt: Ausserrhoden schnürt Hilfspaket für KMU

Der Kanton Appenzell Ausserrhoden hat Sofortmassnahmen zur Stützung der Wirtschaft beschlossen.

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Klein- und mittlere Betriebe leiden unter der Corona-Krise besonders.

Klein- und mittlere Betriebe leiden unter der Corona-Krise besonders.

Bild: Freshfocus

Die Corona-Krise setzt der Wirtschaft zu. Der Bund hat Milliarden-Hilfe zur Stützung der Unternehmen angekündigt. Bis diese allerdings in den Kantonen angelangt, kann es dauern. Das Ausserrhoder Departement Bau und Volkswirtschaft hat gemäss Communiqué nun verschiedene Sofortmassnahmen ergriffen, um die Liquiditätsprobleme vor allem der kleinen und mittleren Unternehmen zu mildern.

Die Rechnungen für die Tourismusabgaben 2019, die in diesen Wochen fällig wären, werden laut Medienmitteilung für den Moment sistiert. Dies führe zu einer kurzfristigen Entlastung insbesondere aller Gastro- und Hotelbetriebe im Kanton. Die Fälligkeit der Tourismusabgaben werde auf das zweite Semester verschoben.

Karenzfrist verkürzt

Das Amt für Wirtschaft und Arbeit steht zudem in direktem Kontakt mit der Stiftung Wirtschaftsförderung AR sowie der Bürgschaftsgenossenschaft Ost-Süd. Dabei prüfe der Kanton Hilfestellungen im Bereich von Darlehen und Krediten sowie die Unterstützung bei der einfachen und raschen Abwicklung von Bürgschaften. Ziel sei die möglichst rasche Auszahlung von Überbrückungskrediten und verbürgten Darlehen.

Im Weiteren wurde das Verfahren zur Voranmeldung der Kurzarbeit vereinfacht. Auch die Karenzfrist für die Kurzarbeit wurde auf einen Tag reduziert; diese Regelung gilt ab sofort bis zum 30. September 2020. Die Unternehmen haben so nur den Arbeitsausfall von einem Tag selbstständig zu tragen, bevor ihnen die Unterstützung der Arbeitslosenversicherung zusteht.

Auf der Website des Kantons stehen den betroffenen Unternehmen die notwendigen Formulare zum Download zur Verfügung.

Kanton bezahlt Rechnungen sofort

Angesichts der gegenwärtigen Situation wird das kantonale Departement Finanzen im Sinne einer Sofortmassnahme sämtliche Rechnungen, die in den kommenden Wochen von den zuständigen Amtsstellen freigegeben worden sind, sofort auszahlen.

Die üblichen Zahlungsfristen werden also nicht abgewartet. Dies soll den Unternehmen und Betrieben helfen, ihre derzeit schwierige finanzielle Situation kurzfristig etwas zu entlasten, schreibt der Kanton. Weitergehende Hilfestellungen werden geprüft und sollen schnellstmöglich umgesetzt werden. (red/pd)