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AUSSERRHODEN: Rote Ampel gefährdet Liebegg-Tunnel

Die Ausserrhoder FDP sorgt sich um die freie Fahrt auf der Strasse in das Zentrum der Stadt St.Gallen. Doch es geht um weit mehr. Auf dem Spiel steht nicht nur die freie Fahrt ins Stadtzentrum, sondern der Anschluss einer ganzen Region ans Nationalstrassennetz.
Bruno Eisenhut
Mit Pförtneranlagen will St.Gallen den Stau vom Zentrum an den Rand der Stadt verlagern. (Bild: Keystone)

Mit Pförtneranlagen will St.Gallen den Stau vom Zentrum an den Rand der Stadt verlagern. (Bild: Keystone)

Mit Pförtneranlagen soll der tägliche Stau aus dem Zentrum hinaus an den Stadtrand gedrängt werden. Insbesondere im Gebiet Riethüsli/Liebegg werden die Verkehrsteilnehmer von Teufen her kommend diese Anlage allmorgendlich zu spüren bekommen. Angepriesen werden die Anlagen als vorübergehendes Allerheilmittel. Es fragt sich nur, für wen. Nicht umsonst sagte Hannes Kundert, Präsident des Quartiervereins Riethüsli am Verkehrsforum in St. Gallen, dass er sich sehr über die geplanten Anlagen freue. Einerseits verschwindet der Stau aus dem Quartier, andererseits können die Bewohner dieses Quartiers selber uneingeschränkt in das Stadtzentrum einfahren. Ob der Blechlawine, die täglich in das Stadtzentrum rollt, ist den Verantwortlichen von Stadt und Kanton St. Gallen nicht zu verargen, dass sie Massnahmen für ihre Quartiere umsetzen.

Für die Autolenker, insbesondere aus dem Appenzeller Mittelland, dürfte die Pförtneranlage aber keinen Nutzen bringen. Zwar kann, wer die Pförtneranlage passiert hat, flüssig in das Zentrum oder auf die Autobahn fahren. So das Versprechen. Vor der Anlage dürften sich die Autos und Lastwagen aber weiterhin stauen. Das Argument, dass die Wartezeit besser zu planen sei, hinkt. Letztlich steht der Verkehrsteilnehmer im Stau, egal ob vor oder in der Stadt. Die Sorge der Ausserrhoder FDP ist deshalb berechtigt. Ist der Stau einmal aus der Stadt verdrängt, erscheint das Problem in der Stadt plötzlich kleiner. Getreu dem Motto: «Aus den Augen, aus dem Sinn». Die Verlockung dürfte gross sein, andere – und vor allem teurere – Massnahmen, um den Stau in den Griff zu bekommen, auf die lange Bank zu schieben.

Auch wenn die Pförtneranlagen von der Ausserrhoder Regierung unterstützt werden: Nur eine direkte Anbindung an das Nationalstrassennetz löst das Problem. Mit dem Bau des Liebeggtunnels würde eine solche Anbindung ermöglicht. Damit würde ein grosser Teil des Verkehrs in den Untergrund verlegt und der Anschluss des gesamten Appenzeller Mittellands an das Nationalstrassennetz wäre garantiert. Zudem gäbe es Raum für den restlichen Verkehr. Das ermöglichte auch eine sichere Lösung für den Langsamverkehr. Die E-Bikes etwa sind weiter auf dem Vormarsch. Für Pendler werden sie zu einer ernsthaften Alternative. Ob mit oder ohne Stau an der Stadtgrenze.

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