Ausserrhoden muss Schiessanlagen sanieren

SCHIESSEN. Durch den Schützensport und das «obligatorische» Schiessen sind die Kugelfänge der Schiessanlagen Ausserrhodens mit giftigem Blei und Antimon belastet; sie müssen saniert werden. Dies schreibt die Kantonskanzlei in einer Mitteilung.

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SCHIESSEN. Durch den Schützensport und das «obligatorische» Schiessen sind die Kugelfänge der Schiessanlagen Ausserrhodens mit giftigem Blei und Antimon belastet; sie müssen saniert werden. Dies schreibt die Kantonskanzlei in einer Mitteilung. Die meisten Kugelfänge befinden sich in der Landwirtschaftszone. Bei Belastungen von mehr als einem Gramm Blei pro Kilogramm Boden muss davon ausgegangen werden, dass für die Kühe und Schafe, die diese Flächen beweiden, die Gefahr einer Bleivergiftung besteht. Zudem können Kugelfänge in Grundwasserschutzgebieten das Trinkwasser gefährden. So sollen einerseits emissionsfreie Kugelfänge installiert werden; andererseits muss das belastete Erdreich ersetzt werden.

Um die anfallenden Gesamtkosten abschätzen und die Sanierungen zeitlich planen zu können, sollen alle Kugelfänge bis Ende 2014 untersucht werden. Die Kosten der Sanierungen werden durch den kantonalen Abfallfonds sowie Bundesbeiträge getragen.

Bereits mit der Sanierung begonnen wurde bei der Schwellbrunner Schiessanlage. Dort sind die Sanierungsdringlichkeit und -anforderung hoch. Die Gemeinde Schwellbrunn finanziert die Kosten vor; sie werden ihr nach Abschluss der Sanierung rückvergütet. (kk)

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