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AUSSERRHODEN: Mehr Einwohner und starkes Wachstum

Der Monitoringbericht zieht ein positives Fazit über die Entwicklung des Kantons in den vergangenen Jahren. Es gibt aber auch Negativpunkte.
Jesko Calderara
Das prozentuale Wachstum der Bevölkerung in Teufen war zwischen 2012 und 2015 kantonsweit am zweithöchsten. (Bild: Benjamin Manser)

Das prozentuale Wachstum der Bevölkerung in Teufen war zwischen 2012 und 2015 kantonsweit am zweithöchsten. (Bild: Benjamin Manser)

Zwischen 2012 und 2015 hat sich Appenzell Ausserrhoden in vielerlei Hinsicht positiv entwickelt. Zu diesem Schluss kommt Ecopol im neusten Monitoringbericht. Diesen hat das Beratungsunternehmen im Auftrag des Regierungsrates erarbeitet. Mit dem Bericht soll die Entwicklung in den Bereichen Bevölkerung, Wirtschaft, Lebensraum und öffentliche Haushalte analysiert und mit anderen Kantonen verglichen werden. Der Fokus lag dabei auf dem letzten Regierungsprogramm. In der Beobachtungsperiode ist die Wohnbevölkerung in Ausserrhoden um 1217 Personen oder 2,3 Prozent auf 54 530 gewachsen. Das Plus lag unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt von 4,7 Prozent, bedeutet aber eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren. In diesem Zusammenhang wird im Bericht noch ein anderer Aspekt hervorgehoben. Auffallend ist die Trendwende bei der Binnenwanderung. So ziehen erstmals seit längerem wieder mehr Personen aus anderen Kantonen nach Ausserrhoden als umgekehrt. Insbesondere in der Altersklasse der 30- bis 60-Jährigen ist dies der Fall. Als Grund für die gestiegene Attraktivität nennen die Autoren das verbesserte Wohnungsangebot. Das Wachstum verteilt sich auf alle drei Bezirke. Die grössten relativen Zunahmen der Bevölkerungen konnten Reute (+9,1 Prozent), Teufen (+5,1 Prozent) und Schwellbrunn (+3,8 Prozent) verbuchen. Bevölkerungsrückgänge mussten hingegen Walzenhausen, Lutzenberg, Trogen, Hundwil, Waldstatt und Urnäsch hinnehmen.

Ein unterschiedliches Bild ergibt die Analyse der volkswirtschaftlichen Lage. Beispielsweise ist das Ausserrhoder Bruttoinlandprodukt (BIP) in den Jahren 2012 bis 2015 stärker gewachsen als im Schweizer Durchschnitt. Dieser Anstieg widerspiegelt sich auch in einer Trendwende beim Ressourcenindex, der infolge eines überdurchschnittlichen Einkommens-, Gewinn- und Vermögenswachstums seit 2012 ansteigt und einen neuen Höchstwert erreicht hat. Die Wirtschaftskraft eines Kantons ist massgebend für die Zahlungen aus dem Nationalen Finanzausgleich (NFA). Ausserrhoden erhält dadurch weniger NFA-Gelder.

Steigende Gefahr von Überkapazitäten

Beinahe doppelt so hoch wie in der Vorperiode waren zwischen 2012 und 2015 die Wachstumsraten bei den Bauinvestitionen. Die Preise für Wohneigentum haben um bis zu 30 Prozent angezogen. Der Anstieg des Leerwohnungsbestandes weist laut den Ecopol-Experten darauf hin, dass die Gefahr von Überkapazitäten auf dem lokalen Immobilienmarkt gestiegen ist. Aus der Wirtschaft gibt es nicht nur gute Neuigkeiten. So hat die Finanzkrise die Ausserrhoder Exportwirtschaft im interkantonalen Vergleich besonders hart getroffen. Gar den letzten Platz belegt der Kanton in der Rangliste bei der Entwicklung der Logiernächte. 2015 lag der entsprechende Wert 17 Prozent unter jenem von 2011. Ein Kapitel behandelt die öffentlichen Finanzen. In der langfristigen Betrachtung hat Ausserrhoden im Kantonsvergleich bei der Steuerbelastung von natürlichen Personen einige Plätze verloren.

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