Ausserrhoden: Energie-Initiative mit 983 Unterschriften eingereicht

40 Prozent des in Ausserrhoden verbrauchten Stroms soll bis 2035 im Kanton produziert werden. Dies verlangt ein Volksbegehren, das ein überparteiliches Komitee am Dienstag der Kantonskanzlei übergeben hat.

Jesko Calderara
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Vertreter des Initiativkomitees haben die Unterschriften Ratschreiber Roger Nobs (ganz links) übergeben.

Vertreter des Initiativkomitees haben die Unterschriften Ratschreiber Roger Nobs (ganz links) übergeben.

Bild: Jesko Calderara

Am Dienstag wurde die Initiative «ErneuerbAR» eingereicht. 983 Stimmberechtigte haben diese unterzeichnet. Vertreter des Initiativkomitees haben die Unterschriften vor dem Regierungsgebäude in Herisau Ratschreiber Roger Nobs übergeben. Zu den Initianten gehören der Verein Appenzeller Energie sowie Vertreter der FDP, CVP, SP und der Parteiunabhängigen. Auch die Klimagruppe AR beteiligte sich an der Unterschriftensammlung.

In Appenzell Ausserrhoden braucht es 300 Unterschriften, damit eine Initiative zu Stande kommt. Trotz der Coronakrise fiel es dem Komitee nicht schwer, die Bevölkerung vom Anliegen zu überzeugen. «Angesichts der Pandemie können wird mit dem erzielten Resultat zufrieden sein», sagt Markus Rutsch, Kopf des Komitees und Präsident des Vereins Appenzeller Energie.

Antwort auf das Energiegesetz

Das nun eingereichte Volksbegehren fordert einen starken Ausbau der erneuerbaren Energien. Konkret sollen bis 2035 mindestens 40 Prozent des Stromverbrauchs mit Solarenergie, Biomasse, Windenergie, Wasserkraft oder Erdwärme im Kanton produziert werden. Damit könne ein Beitrag zur Versorgungssicherheit geleistet werden, zumal die Schweiz und Deutschland aus der Atomenergie aussteigen wollen, heisst es im Argumentarium zur Volksinitiative.

Die Initiative ist gemäss Rutsch auch eine Antwort auf das teilrevidierte Energiegesetz, welches bereits in der Vernehmlassung auf heftige Kritik gestossen ist, und den Klimabericht. Darin hält die Regierung fest, dass im Bereich Energieproduktion auf kantonaler Stufe kein zusätzlicher Handlungsbedarf besteht.