Ausserrhoden ehrt seine Medaillengewinner

An der 19. Sportlerehrung werden am Freitagabend Athletinnen und Athleten für ihre besonderen sportlichen Leistungen im Jahr 2018 geehrt. Bobfahrer Beat Hefti bekommt Anerkennung für seinen Olympiasieg.

Alessia Pagani
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Die Medaillengewinner Ausserrhodens des Jahres 2018 wurden an der Sportlerehrung in Trogen ausgezeichnet. (Bild: Erich Brassel)

Die Medaillengewinner Ausserrhodens des Jahres 2018 wurden an der Sportlerehrung in Trogen ausgezeichnet. (Bild: Erich Brassel)  

Es war ein Abend, an dem vieles zusammenpasste. Und ein Abend, wie er würdevoller kaum hätte sein können. So fasste sich Kantonsratspräsident Beat Landolt in seiner Eröffnungsrede angenehm kurz, galt das Hauptaugenmerk an diesem Abend doch den erfolgreichen Athletinnen und Athleten des vergangenen Sportjahres. «Überdurchschnittliche Leistungen müssen und sollen gewürdigt werden», so Landolt. Ausgezeichnet wurden am Freitagabend an der diesjährigen Sportlerehrung sämtliche Medaillengewinnerinnen und -gewinner des Jahres 2018. Nicht weniger als 91 mal kamen die Ausserrhoder Sportlerinnen und Sportler von nationalen und internationalen Wettbewerben mit Edelmetall nach Hause. Die Sportarten waren dabei so vielfältig wie die Alterskategorien. So wurden junge Kunstturnerinnen ebenso geehrt wie Armbrustschützen, welche bei Veteranen-Wettkämpfen mitgemacht haben. In der Aula der Kantonsschule Trogen wurden 46 Einzelsportler und acht Teams geehrt. Beat Landolt verwies auf die Wichtigkeit der Sportvereine und auf deren hervorragende Nachwuchsarbeit und richtete sich mit den Worten an die ausgezeichneten Sportler: «Ihr seid jetzt die Vorbilder für viele.» Gastgeber Roman Hasler, Leiter Abteilung Sport, und Moderatorin Katerina Mistakidis hatten die Feierlichkeiten unter das Motto (Sport-)Familie gestellt – was passte, war doch der Zusammenhalt der Sportler aus den verschiedensten Sportarten und Vereinen spürbar. Dies zeigte nicht zuletzt der lang anhaltende Applaus, der jeden Ausgezeichneten und jede Ausgezeichnete bei ihrem Weg auf die Bühne begleitete. Während der Veranstaltung wurden immer wieder Fotos aus Kindertagen der Anwesenden gezeigt, die Kantischulband Sisters and Brothers umrahmte die Feier musikalisch.

Drei Sonderpreise vergeben

Regierungsrat und Vorsteher des Departementes Bildung und Kultur, Alfred Stricker, – selbst langjähriger Turner – hatte die wohl dankbarste Aufgabe des Abends. So überreichte er jedem eine Auszeichnung und ein Präsent. Speziell geehrt wurde Beat Hefti für seinen nachträglich anerkannten Olympiasieg. «Der Sport bringt Menschen zusammen.» Stricker überreichte Hefti einen «Olympia-Biber». Es sei ganz speziell schön, einen Preis an jemanden zu übergeben, der es besonders verdient habe. Stricker:

«Der Sport bringt Menschen zusammen.»

Besonders emotional wurde Alfred Stricker bei der Bekanntgabe des Sportförderers des Jahres 2019. «Wir sind angewiesen, dass wir an der Front Trainer haben, die nicht nur die technischen Aspekte, sondern auch soziale Qualitäten vermitteln.» Den Sonderpreis erhielt mit Beat Schluep ein ehemaliger Vereinskollege Strickers, der sein «Leben mit und für den Sport» lebe, sagte Stricker in seiner Laudatio. «Beat Schluep ist ein Kamerad, ein Freund und schlicht ein Sport-Profi. Solche Menschen brauchen wir», so Stricker. Der in Herisau wohnhafte langjährige Leichtathletik-Trainer Schluep war sichtlich gerührt über seine Auszeichnung. Weiter wurde Maurus Sparr vom SC Bühler als Nachwuchssportler des Jahres 2019 geehrt. Als Verein des Jahres 2019 wurde der Appenzeller Plusport Verband ausgezeichnet.