AUSSERRHODEN: Der Kanton in Zahlen

Die neue Ausgabe der Statistikbroschüre der Kantonskanzlei Appenzell Ausserrhoden ist da. Die trockenen Zahlen bergen interessante Tatsachen und bieten einen guten Einblick in den Kanton – für Auswärtige wie auch für Einheimische.

Jonas Manser
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Jonas Manser

jonas.manser@appenzellerzeitung.ch

«Bär» ist der Älteste: Er ist am 5. Februar 1999 geboren und ist laut Statistik des Veterinäramtes der älteste Hund im Kanton Appenzell Ausser­rhoden. Die von der Kantonskanzlei herausgegebene Statistikbroschüre 2017/18 «Der Kanton in Zahlen» enthält Daten und Zahlen aus den Bereichen wie Po­litik, Finanzen, Tourismus bis hin zur ­Bevölkerungspyramide. «Die Broschüre wird für vielfältige Zwecke genutzt», so Georg Amstutz, Leiter Kommunikationsdienst. Durch die zusammengetragene Statistik sei für ein minimales Zahlenmaterial über den Kanton gesorgt. Die Broschüre werde von Touristen wie auch Schülern gerne durchgeblättert.

Neu in der diesjährigen Broschüre seien die Hundestatistiken: In Appenzell Ausserrhoden gibt es gemäss den Zahlen des Veterinäramtes 3919 Hunde bei 3110 Hundehaltern. Dabei werden sämtliche Stereotypen bestätigt: Der meistgehaltene Hund ist der Appenzeller Sennenhund. Der beliebteste Hundename bei Rüden ist «Bläss», bei der Hündin ist es «Luna». Ein wenig trockener, aber nicht weniger wichtig sind die Bevölkerungszahlen. Im Rahmen des letzten Regierungsprogrammes sei es ein Ziel gewesen, die 55 000er-Marke zu überschreiten, was im Januar 2017 erreicht werden konnte, sagt Amstutz. Die meisten Zahlen würden sich jedoch über die Jahre nur gering verändern.

Doch einige Abweichungen gesichtet

Vergleicht man aber die Zahlen aus der Landwirtschaft der Jahre 2014 und 2015, scheinen es die Schafe und Ziegen im Ausserrhoden nicht einfach gehabt zu haben. Der Schafbestand sank von 7410 Tieren auf rund 6200. Wo im Jahr 2014 noch 1444 Ziegen fröhlich auf den saftigen Wiesen grasten, waren es 2015 nur noch 1047. «Der Wolf war es definitiv nicht», sagt Jakob Scherrer, Leiter des Amtes für Landwirtschaft. Der Hauptgrund für die starke Abnahme der Zahlen liege nicht etwa an der Anzahl Tiere, sondern bei der neuen Erhebungsmethode. Früher wurde an einem Stichtag im Frühling gezählt. Die frisch geborenen Zicklein wurden auch in die Statistik aufgenommen – der Bestand fiel höher aus. Seit 2015 wird der Durchschnittsbestand von den Tierhaltern deklariert, erklärt Scherrer. Beim Rindvieh-, Schweine- und Pferdebestand blieben die Zahlen konstant.

Weniger Wanderkilometer im Kanton Ausserrhoden

Den Wanderfreunden stechen die plötzlich fehlenden 70 Kilometer Wander­wege in Ausserrhoden ins Auge. «Vor ­einigen Jahren wurde durch den Verein Appenzeller Wanderwege eine Routenbereinigung vorgenommen», erklärt Urs Berger, Geschäftsführer Appenzellerland Tourismus AG (Atag), die sinkenden Zahlen. Im Jahr 2015 wurden Wanderwege neu erfasst und – falls nötig – aus den Wanderkarten entfernt. Einige Wege seien entweder in kritischen Zuständen gewesen, kaum mehr belaufen oder verliefen parallel zu bereits bestehenden Wegen. Aber als Wanderer würde man die «fehlenden» 70 Kilo­meter im Ausserrhodischen wohl nicht bemerken, meint Berger. Nicht in der Statistik ersichtlich sind die Veränderungen in der Parahotellerie. Die Zahlen sind von 2015 auf 2016, wenn überhaupt, nur minim angestiegen. Das läge daran, dass Angebote, welche zum Beispiel über Internet-Plattformen wie Airbnb angeboten werden, nicht mehr bei der Atag eingetragen werden, vermutet Berger. Die Zahl der Dienstleistungen in diesem Tourismus-Bereich sei wahrscheinlich mehr angestiegen, als es aus der Statistik ersichtlich sei, so Berger.

Hinweis

Die Statistikbroschüre kann auf www.ar.ch heruntergeladen oder bestellt werden und liegt an verschiedenen öffentlichen Stellen auf.