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AUSSERRHODEN: Auf gutem Fundament

Bei der Pro Juventute AR ist an der Hauptversammlung über das Strategiehaus orientiert worden. Im Vorstand nimmt alt Regierungsrat Rolf Degen Einsitz.

Ausgehend von der UNO-Kinderrechtskonvention als Basis hat der Vorstand des Vereins Pro Juventute AR auf Weisung der nationalen Dachorganisation seine strategischen Ziele und die Wege, wie sie erreicht werden sollen, definiert. Dargestellt ist das Ganze als Haus mit diversen Etagen, mithin als Strategiehaus. An der in Speicher durchgeführten Hauptversammlung gewährten Vereinspräsidentin Annelise Dick und Lea Campi, Leiterin der Geschäftsstelle, Einblick in dieses Haus.

Die aus verschiedenen Quellen zufliessenden Mittel – Gemeinde- und Kantonsbeiträge, Spenden, Zuwendungen aus Stiftungen und Fonds, Elternbeiträge – erlauben es dem Verein, seine Programme und Aktivitäten so auszugestalten, dass daraus ein grösstmöglicher Nutzen resultiert. Dabei geht es einerseits um die Wahrung des bisher schon Erreichten, andererseits um dessen weiteren Ausbau. Konkret betrifft das die Mütter- und Väterberatung sowie die Erziehungsberatung, den Ferien(s)pass, die Elternbriefe, den Hilfsfonds und die Elternbildung bei Flüchtlingsfamilien, die im Projekt «Miges Balù» auch den Beizug von ­Dolmetschern vorsieht. Mit «Gemeinschaft», «Identität» und «Chancen» sind die strategischen Ziele umschrieben.

Wie Annelise Dick und Lea Campi ausführten, wurde das Ausserrhoder Strategiehaus unlängst auf nationaler Ebene vorgestellt und erntete viel Lob: «Delegationen aus anderen Kantonen beneiden uns um die guten Strukturen. Man zeigte sich beeindruckt über die dank der zentralen Verortung der Programme und Aktivitäten gewährleistete Effizienz.» Es zahle sich aus, dass Pro Juventute AR im Kanton stark vernetzt sei. Wichtig sei es in der weiteren Arbeit, dass die im Strategiehaus festgelegten strategischen Ziele stets vor Augen blieben. Die Jahresberichte der verschiedenen Aktivitätsfelder und die entsprechenden Jahresrechnungen fanden Genehmigung. (Der Jahresbericht wird demnächst auf www.projuventute-ar.ch aufgeschaltet.) Insgesamt ergibt sich mit Blick auf die Finanzen ein zufriedenstellendes Bild. Doch bei der Generierung von Spenden sei nicht zu übersehen, dass die Begehrlichkeit auf den zu verteilenden Kuchen stark zugenommen habe, gab Annelise Dick zu bedenken. Der Jahresbeitrag für den Verein bleibt bei 30 Franken. Weiter angestiegen ist 2016 die Zahl der Erziehungsberatungen auf 356 (Vorjahr 255). Interessant ist der Umstand, dass sich im letzten Jahr bei Knaben offenbar häufiger Probleme ergaben als bei Mädchen, wogegen es 2015 umgekehrt war. Nach wie vor am intensivsten ist die Ratsuche bei Kindern zwischen sechs und neun Jahren.

Rücktritte aus dem Vereinsvorstand lagen keine vor. Mit der Wahl von alt Regierungsrat Rolf Degen erfuhr das Führungsgremium eine Aufstockung. Bestätigt wurden die beiden Rechnungsrevisoren Cornel Hollenstein und Werner Steiger. In ihrem Jahresbericht erwähnt Präsidentin Annelise Dick die nicht alltägliche Grosszügigkeit eines Spenders. Dieser habe, nachdem er im Nachlass seiner verstorbenen Mutter einen Brief von Pro Juventute gefunden hatte, bei der Geschäftsstelle Einzahlungsscheine angefordert.

In besagtem Brief sei der Mutter vor fünfzig Jahren ein Beitrag an die berufliche Ausbildung ihres Sohnes, der nur dank dieser Unterstützung einen Beruf erlernen konnte, bestätigt worden. Aus Dankbarkeit habe der mittlerweile pensionierte Herr dem Verein eine namhafte Spende ­zukommen lassen, und er stelle auch für die nächsten Jahre Spenden in Aussicht.

Martin Hüsler

redaktion@appenzellerzeitung.ch

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