Ausgezeichnet wellnessen

Die Hotel Heiden AG hat wiederum erweitert und während einer Bauzeit von drei Monaten 1,8 Mio. Franken in den «Wohlfühl»-Bereich investiert. Der Well & See Spa wurde eben von hotelleriesuisse ausgezeichnet.

Monika Egli
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heiden. Mit mehr als 1000 m² gehört der Well & See Spa des Hotels Heiden nun zu den grössten Einrichtungen dieser Art im Appenzellerland. Nach Abschluss der letzten grossen Bauetappe sagt Hotelier Caspar Lips: «Seit 1. April steht das Haus in Top-Form da.»

«Königsklasse»

Kaum eröffnet, schon ausgezeichnet: Am vergangenen Dienstag wurde der neue Wellnessbereich von hotelleriesuisse mit der Spezialisierungskategorie Wellness II ausgezeichnet.

Diese Auszeichnung entspricht einer Art «Königsklasse» und bedingt – nebst zahlreichen anderen Vorgaben – eine Infrastruktur auf hohem Niveau sowie ein Bewegungs- und Entspannungsangebot während sieben Tagen pro Woche. Und das Angebot kann sich sehen lassen: Die neue Saunalandschaft umfasst eine finnische Sauna, ein Finarium, ein Kräuter-Dampfbad mit Rosenquarz, einen Soleraum mit Himalayasalz, Wassertreten, einen Eiscrash-Brunnen, einen Kälteraum mit Eisnebel und verschiedene Ruheräume.

Auf der dem Bodensee zugewandten Ostseite wurde zudem ein Aussenwhirlpool erstellt. Hinzu kommt das bereits bestehende Angebot, nämlich der Gesundheitsbereich mit Arztpraxis, Kosmetik, Ayurveda und Massagen, das 140 m² grosse Hallenbad, das Dampfbad und Erlebnisduschen.

6,6 Mio. Franken in acht Jahren

Das Hotel Heiden – unterdessen 36jährig – hat sich nie auf Lorbeeren ausgeruht oder sich inmitten von abblätterndem Putz als charmant-nostalgisch empfunden.

Immer wieder wurde restauriert, erneuert, erweitert. Ein grosser Umbau fand 1993, knapp 20 Jahre nach der Eröffnung, statt, als die Zimmer modernisiert und mit Badezimmern ausgestattet wurden. Seit 1995 sind Caspar und Barbara Lips die Gastgeber im ersten Haus am Platz. Sie haben die grössten Umbauten und eine Neuausrichtung der Strategie mitbestimmt und umgesetzt. In den letzten acht Jahren wurden insgesamt 6,6 Mio.

Franken in Erweiterungen und Sanierungen investiert, so unter anderem in den Seminartrakt-Anbau, die Lounge und den Aufenthaltsraum, in Küche, Zimmerrenovationen und das Gartenrestaurant, gestaltet vom bekannten Gartenarchitekturbüro Enzo Enea.

Vier Standbeine

Das Hotel Heiden hat nicht nur gute Jahre gesehen (s. Kasten). Als im Jahr 2000 ein Kapitalschnitt erfolgen musste, wurde gleichzeitig eine neue Strategie in die Wege geleitet. Aus dem Kurhotel wurde das Hotel Heiden.

Heute, sagt Caspar Lips, stütze man sich auf vier Standbeine: auf den Seminarbereich, auf Ferien/Wellness, auf den Kurbetrieb sowie die Restauration. Dank diesen klar definierten Segmenten sei es gelungen, im vergangenen Jahr das Rekordresultat von 2009 zu halten, dies bei einer Zimmerauslastung von 72 Prozent. Caspar Lips fügt an, dass 72 Prozent Auslastung ein sehr gutes Resultat darstellten, dies umso mehr, als das Hotel Heiden auf der Spitalliste nicht aufgeführt ist.

Der Well & See Spa im Hotel Heiden ist öffentlich und täglich von 10 bis 20.30 Uhr zugänglich. www.hotelheiden.ch.

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