Ausdauernder Stimmenzähler

Befragt

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Was hat Sie bewogen, 40 Jahre Stimmenzähler zu bleiben?

Ursprünglich stellte ich mich zur Verfügung, um die Abstimmungsurne in Kengelbach zu erhalten. Wir waren stolz darauf, dass bei uns fast mehr Abstimmungszettel eingeworfen wurden als in Dietfurt. Später mussten wir Kengelbacher aber doch nach Dietfurt zum Abstimmen. Dort bin ich an Abstimmungssonntagen zwei Stunden gestanden. Ich war allerdings Ersatz und musste nur bei den nationalen und kantonalen Wahlen antreten und sonst einmal pro Jahr. Die Jahre sind einfach vorbei. Jetzt bin ich bald 70 Jahre alt und es ist Zeit, aufzuhören.

Was gehörte zu Ihren Aufgaben als Stimmenzähler?

Nach der Abstimmungszeit haben wir die Urne verschlossen und nach Bütschwil ins Gemeindehaus gebracht. Dort kamen alle Abstimmungszettel auf einen Haufen und es wurde gezählt. Lange Zeit machten wir bei den Nationalrats- und Kantonsratswahlen zur Kontrolle Striche wie beim Jassen. Seit etwa zwölf Jahren wird per Computer gezählt. Und seit Ganterschwil zu Bütschwil gehört, haben wir für alle Abstimmungen eine Zählmaschine. Ganterschwil hatte bereits eine.

Wie wichtig ist es Ihnen, sich zu engagieren?

Es ist mir schon wichtig. Ich war auch zwölf Jahre im Kirchenverwaltungsrat.

Interessiert es Sie, was in der Gemeinde passiert, und wie verfolgen Sie das Geschehen? Es interessiert mich schon, aber seit ich pensioniert bin, ehrlich gesagt etwas weniger. Ich stimme jedoch immer ab. Ich lese die Zeitung und natürlich das Mitteilungsblatt der Gemeinde von vorne bis hinten. (hlo)