Ausbildung begann mitten im Weltkrieg

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Ein Lawineneinsatz am Schilthorn im Winter 1937/38 gilt nachweislich als das entscheidende Ereignis für die Idee, Hunde gezielt für die Bergungssuche auszubilden. Bei diesem Lawinenniedergang wurde ein Student vermisst. Ein Niederlaufhund war den Rettern nachgelaufen und machte plötzlich durch sein heftiges Scharren im Schnee auf sich aufmerksam. Als die Suchmannschaft an dieser Stelle sondierte, fand sie den Gesuchten.

1940 konnte der Hundezüchter Ferdinand Schmutz General Guisan und dessen Stab die Arbeit seiner Lawinenhunde demonstrieren. Sie machten ihre Sache gut. Ab 1943 trainierte Schmutz mit Unterstützung der Armee Hunde für den Rettungsdienst, was gleichbedeutend mit dem Start des Lawinenhundewesens war. Nach dem Krieg betreute der Schweizerische Alpenclub (SAC), heute die Stiftung Alpine Rettung Schweiz (ARS), als einzige Organisation die Ausbildung von Lawinenhunden und Lawinenhundeführern. Der SAC und die Rega gründeten die ARS im Jahr 2005. (pd/tik)