Aus Vision wurde Wirklichkeit

Aus Walter Robert Cortis Vision entstand das Kinderdorf Pestalozzi. Im vergangenen Jahr wäre der Idealist 100 Jahre alt geworden – sein Geburtstag gab Anlass für verschiedene Vorhaben.

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Im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen wird die Integration von Kindern und Jugendlichen gelebt. (Bild: Chris Mansfield)

Im Kinderdorf Pestalozzi in Trogen wird die Integration von Kindern und Jugendlichen gelebt. (Bild: Chris Mansfield)

Trogen. «Bauen wir eine Welt, in der die Kinder leben können», so die Vision von Walter Robert Corti. Der Gründer des Pestalozzidorfes wäre im vergangenen Jahr 100 Jahre alt geworden. Geprägt vom Elend der beiden Kriege sprach Corti Grundsätze an, die bis heute nichts an Bedeutung verloren haben. Seine Vision eines friedlichen Zusammenlebens lebt in der Tätigkeit der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi weiter. 1946 führte er Kinder aus ganz Europa in familienähnlichen Gruppen zusammen, in denen sie von Lehrpersonen und Pflegeeltern aus ihrer eigenen Heimat nach neuesten pädagogischen und psychologischen Erkenntnissen betreut werden sollten. Heute leben Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund für einige Jahre fest im Kinderdorf. «Walter Robert Cortis Zielstrebigkeit ist bewundernswert», steht im Jahresbericht des Kinderdorfs.

Wettbewerb «go4peace»

Ihm zu Ehren lancierte die Stiftung deshalb im vergangenen Jahr den Wettbewerb «go4peace» für Kinder und Jugendliche. Gesucht wurden Schul- und Freizeitprojekte, die den gegenseitigen Respekt und das friedliche Zusammenleben fördern. Gekürt wurden die Preisträger am Tag der offenen Tür im Kinderdorf, am 100. Geburtstag des Kinderdorfgründers am 11. September. Als Sieger gingen die Projektplattform «for nicky» und das Musical «Die Armen des Littauer Weihnachtsmarkts» hervor. Anlässlich des Tags der offenen Tür besuchten rund 800 Erwachsene und Kinder das Kinderdorf Pestalozzi.

Kampf gegen Armut

Im Jahresbericht des Kinderdorfs wird aber nicht nur über den 100. Geburtstag Cortis und die damit in Zusammenhang stehenden Aktivitäten informiert, sondern auch über verschiedene andere Projekte. So wird darauf hingewiesen, dass Bildung im Kampf gegen die Armut nach wie vor eine Schlüsselrolle spielt. In diesem Zusammenhang wird über die verschiedenen Projekte in Südosteuropa, Südostasien, Zentralamerika, Ostafrika, aber auch in der Schweiz in den Bereichen Internationale Ausbildung sowie Integration und Bildung ausführlich informiert. (bra)

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