Aus sechs mach vier

Die einst sechs geplanten Baukörper der Überbauung Bahnhof-Süd in Wattwil wurden auf vier reduziert, als das Projekt überarbeitet wurde. 75 Wohnungen sollen entstehen.

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Auf dem Modell von Wattwil steht die Überbauung Bahnhof-Süd (Bildmitte) schon. Vorne links findet man das Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg. (Bild: Martin Knoepfel)

Auf dem Modell von Wattwil steht die Überbauung Bahnhof-Süd (Bildmitte) schon. Vorne links findet man das Berufs- und Weiterbildungszentrum Toggenburg. (Bild: Martin Knoepfel)

Das Projekt Bahnhof-Süd wird das Zentrum von Wattwil erheblich verändern, wenn es wie geplant realisiert wird. Zwischen der heutigen Velo- und Mofa­garage auf dem Bahnhofareal und der Einmündung der Au­strasse in die Bahnhofstrasse soll eine Überbauung entstehen.

Das Parterre des Komplexes wird sich über die ganze Länge der Überbauung von fast 170 Metern erstrecken. Der Komplex wird fast zehnmal so lang wie breit sein. Die heutige Treppe der Bahnhofunterführung Süd wird abgebrochen und die Unterführung einige Meter verlängert. Im Parterre werden Flächen für eine öffentliche Nutzung, etwa Ladengeschäfte, angeordnet.

Maximalhöhe von 25 Metern

Über dem Parterre werden sich neu noch vier Baukörper erheben. Nach der Beurteilung durch das kantonale Baudepartement wurde die Zahl der Baukörper von ursprünglich sechs entsprechend reduziert. Der Nordkopf wird inklusive Erdgeschoss acht Stockwerke und eine Höhe von 25 Metern aufweisen, während der Südkopf sechsstöckig und 19,4 Meter hoch ist. Die beiden lang gestreckten Baukörper zwischen dem Nord- und dem Südkopf sind je fünfstöckig bei einer Höhe von 16,6 Metern.

In den Obergeschossen des Komplexes werden 20 Zweieinhalb- und 55 Dreieinhalbzimmerwohnungen erstellt. Das Baugesuch beziffert die Gebäudefläche mit 8127 Quadratmetern.

Anschluss an den Wärmeverbund geplant

Der ganze Komplex soll an das Netz des Wattwiler Wärmeverbunds angeschlossen werden. Die bestehende Parkgarage unter der Bahnhofstrasse wird nach Süden erweitert. Vor der Überbauung entlang der Bahnhofstrasse werden acht Plätze für Kurzparkierer angelegt.

Die Projektverfasserin ist die St. Galler Filiale der Architektur- und Generalplanungsunternehmung Itten und Brechbühl. Das Unternehmen ist in der Schweiz, in Deutschland und in Luxemburg tätig. Itten und Brechbühl hat unter anderem zusammen mit einem anderen Architekturbüro den Hauptsitz des IOK in Lausanne geplant.

Gegenüber dem früher präsentierten Projekt Corso, das den Wettbewerb für die Überbauung des südlichen Bahnhofareals gewonnen hat, gibt es einige gewichtige Unterschiede. «Corso» sah über dem ebenfalls durchgehenden Parterre sechs Baukörper mit je drei oder vier Obergeschossen vor. Der Nord- und der Südkopf wären also deutlich niedriger ausgefallen als im vor kurzem aufgelegten Projekt. Zudem waren die Fassaden gegen die Bahnhofgebäude und gegen die Bahnhofstrasse viel stärker gegliedert.

Baukosten sollen rund 27 Millionen betragen

Die Projektverfasser schätzen die Kosten auf 27,1 Millionen Franken. Der nördliche Teil der Überbauung wird der Südostbahn gehören. Der südliche Teil wird in den Besitz der Pensionskasse Asga übergehen. Die Trennlinie bildet die Treppe der Bahnhofunterführung Süd. (red)