Aus Rheineck erstes Ja zur Feuerwehr-Fusion

RHEINECK. An der gestrigen Bürgerversammlung im Hechtsaal war die Stimmbeteiligung so hoch wie zuletzt, als die Bürger noch über Einbürgerungsgesuche entscheiden durften: Über 11 Prozent der Bevölkerung nahmen teil. «Zum Vergleich: Normalerweise sind es um die fünf Prozent», sagte Stadtpräsident Hans Pfäffli.

Seraina Hess
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RHEINECK. An der gestrigen Bürgerversammlung im Hechtsaal war die Stimmbeteiligung so hoch wie zuletzt, als die Bürger noch über Einbürgerungsgesuche entscheiden durften: Über 11 Prozent der Bevölkerung nahmen teil. «Zum Vergleich: Normalerweise sind es um die fünf Prozent», sagte Stadtpräsident Hans Pfäffli.

Die Fusion beschäftigte im Voraus viele Rheinecker, nicht nur Feuerwehrangehörige. Kontrovers wurden Vor- und Nachteile des Zusammenschlusses diskutiert, negative Stimmen waren nicht selten. Eine Bürgerin forderte deshalb, die Abstimmung anonym an der Urne durchzuführen. Schulkommissions-Vizepräsident Daniel Weder konterte: «Eine offene Abstimmung ist an der Bürgerversammlung das übliche Instrument. Jeder weiss, wie er abstimmen möchte, und jeder soll auch dazu stehen.» Weders Meinung waren drei Viertel der Anwesenden.

Finanziell lohnenswert

Das Ergebnis: Bei acht Enthaltungen stimmten 73 Bürger gegen, 119 für die Fusion. Hans Pfäffli sagte anschliessend: «Ich dachte, es wird knapper. Nicht nur, weil die Fusion viel Kritik erntete. Einige Bürger sind nur ungern zu grossen Veränderungen bereit». Finanziell sollte sich der Entscheid für Rheineck lohnen, wenn auch erst in einigen Jahren. Kostete die Feuerwehr bis anhin im Durchschnitt 263 000 Franken jährlich, sollen sich die Abgaben bei einer fusionierten Feuerwehr für Rheineck auf 180 000 Franken belaufen – abzüglich der Amortisationskosten des neuen Depots. Denn bis das neue Depot in ungefähr 20 Jahren amortisiert ist, wird jährlich mit einem Betrag von 291 000 Franken gerechnet, wobei sich der Betrag durch Subventionen des Kantons noch verringern wird.

Noch fehlen zwei Ja

Mit dem ersten Ja in Rheineck hat die Fusion eine Vorrunde bestanden. Denn an der Thaler Bürgerversammlung wird am 24. März über die zu gründende Feuerwehr «RTL» abgestimmt, in Lutzenberg entscheidet man am 6. April an der Urne. Stimmen auch diese beiden Gemeinden der Fusion zu, soll die als Zweckverband organisierte Feuerwehr «RTL» am 1. Januar 2015 die bisherigen Feuerwehren ablösen.