Aus «Heiden 2020» wird «Heiden 2021»: Wegen der Coronakrise wird das Appenzeller Kantonalmusikfest verschoben

Das Appenzeller Kantonalmusikfest in Heiden soll erst im kommenden Jahr stattfinden. Der definitive Entscheid steht aber noch aus.

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1800 Musikanten hätten am Kantonalmusikfest 2020 in Heiden teilnehmen sollen.

1800 Musikanten hätten am Kantonalmusikfest 2020 in Heiden teilnehmen sollen. 

Bild: Andrea Stalder

Mit über 50 Musikvereinen sowie 1800 Musikantinnen und Musikanten hätte es einer der grössten Anlässe in diesem Jahr im Appenzellerland werden sollen. Das Appenzeller Kantonalmusikfest von Anfang Juni 2020 in Heiden wird wegen der Corona-Krise aber verschoben. Das gaben die Organisatoren am Sonntag bekannt. Das Grossanlass soll nun vom 11. bis 13. Juni 2021 in Heiden über die Bühne gehen.

«Es tut im Moment sehr weh», schreibt das Organisationskomitee. Doch aufgrund der aktuellen Situation habe man sich gemeinsam mit dem Appenzeller Blasmusikverband entschieden, das Musikfest zu verschieben.

Ein normaler Probebetrieb wäre nicht mehr möglich gewesen. Zudem bliebe die Ungewissheit, ob das Fest Anfang Juni überhaupt hätte plangemäss durchgeführt werden können.

Vorfreude war riesig

Die Vorbereitungen auf den Grossanlass waren auf Hochtouren gelaufen. Das 18-köpfige Organisationskomitee sowie rund 55 Musikantinnen und Musikanten der Jugendmusik Heiden setzten sich drei Jahre mit «Heiden 2020» auseinander. Die Vorfreude sei riesig gewesen, heisst es im Communiqué.

Das Organisationskomitee allein habe bereits weit über 1000 Stunden Freiwilligenarbeit investiert. «Die Reise soll aber nicht enden». So hat sich das Organisationskomitee entschieden, den Aufwand nochmals auf sich zu nehmen.

Terminkonflikt mit Eidgenössischen Musikfest

Das Format werde im nächsten Jahr identisch bleiben. Allerdings steht der Entscheid noch aus. Da im Mai 2021 das Eidgenössische Musikfest (EMF) in Interlaken stattfindet, sei es grundsätzlich nicht möglich, im selben Jahr ein Kantonalmusikfest durchzuführen. Das OK hat nun beim Schweizer Blasmusikverband aufgrund der Notlage um eine Ausnahmebewilligung ersucht. Der diesbezügliche Entscheid des Schweizer Blasmusikverbandes sei noch ausstehend. «Wir sind aber zuversichtlich, dass der Verband uns entgegenkommt», sagte OK-Präsident Norbert Näf. 

Das Organisationskomitee arbeitet ebenfalls gemeinsam mit dem Appenzeller Blasmusikverband eine Anpassung des Reglements aus. Ziel sei es, dass Vereine, die am EMF teilnehmen, nicht überschneidend zwei Aufgabestücke einstudieren müssen. (red/pd)