Aus der Not der Bauern heraus

Der Ursprung des Vereins Schlachtungsanlage der Region Ober- und Neutoggenburg geht auf den Anfang der 1990er-Jahre zurück. Damals sank der Fleischpreis, und die Bauern wollten mehr für ihre Tiere lösen. Daher nahmen sie die Schlachtung selber in die Hand.

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Der Ursprung des Vereins Schlachtungsanlage der Region Ober- und Neutoggenburg geht auf den Anfang der 1990er-Jahre zurück. Damals sank der Fleischpreis, und die Bauern wollten mehr für ihre Tiere lösen. Daher nahmen sie die Schlachtung selber in die Hand. Sie pachteten die Metzgerei, die durch die Schliessung des «Ochsen» in Ebnat-Kappel frei geworden war, und stellten einen gelernten Metzger als Betriebsleiter an. Das Fleisch vermarkteten sie je länger je mehr direkt. Heute zählt der Verein, der hinter der Metzgerei steht, über 230 Mitglieder. Mit Alfred Meier steht erst der zweite Betriebsleiter im Dienst der Metzgerei. Er verrichtet diese Arbeit bereits seit zehn Jahren und führt sie mit viel Berufsstolz und Können aus. Immer wieder kreiert er neue Spezialitäten. Dennoch ist die finanzielle Zukunft ungewiss, denn die Marktpreise haben einen grossen Einfluss auf den Geschäftsgang. Sind die Fleischpreise hoch, bringen die Bauern ihre Tiere seltener in die Schlachtungsanlage in Ebnat-Kappel, die nun Bauernmetzgerei Toggenburg heisst. Fehlen die Einnahmen, so kann zwar der Betriebsaufwand gedeckt werden, es fehlt aber Geld für Rückstellungen für künftige Investitionen. Ein Gönnerverein soll nun für eine Verbesserung der finanziellen Lage sorgen. Informationen hierzu gibt es bei Ruth Keller, Bitzi, Ebnat-Kappel, E-Mail: goenner. schlachtung@hotmail.com. Die Bauernmetzgerei Toggenburg präsentiert sich im Internet unter www.schlachtungs anlage.ch. Dort sind auch Adressen von Direktvermarktern im Toggenburg zu finden, die die Dienste der Bauernmetzgerei in Anspruch nehmen. (sas)