Aus dem Alltag im Flüchtlingscamp

Drucken
Teilen

Wattwil Die Wattwilerin Rahel Künzle arbeitet und lebt seit Januar in einem Flüchtlingscamp im Südsudan. Die an der ETH ausgebildete Umweltingenieurin ist dort mitverantwortlich für sauberes Trinkwasser, sanitäre Anlagen und Hygiene für die über 40000 Bewohnerinnen und Bewohner des Camps, welche vor der Gewalt im Land geflohen sind.

Krieg und Vertreibungen haben den Südsudan in eine der schlimmsten humanitären Krisen der Welt gestürzt. Über drei Jahre dauern die Konflikte im Land nun an. Rund zwei Millionen Menschen sind vor der Gewalt geflohen, und die Unterernährung hat katastrophale Ausmasse angenommen. Über sechs Millionen Menschen sind derzeit von akuter Nahrungsmittelun­sicherheit betroffen. Die Bevölkerung kämpft regelmässig mit Ausbrüchen von Krankheiten wie Cholera und Masern. Nebst der Wasser- und Abwasserversorgung ist die Schweizer Hilfsorganisation Medair im Flüchtlingscamp Maban, wo Rahel Künzle tätig ist, verantwortlich für die Ernährung und Gesundheit im Camp. Unter anderem betreibt Medair auch eine Geburtenklinik. Die Aktivitäten vor Ort werden in enger Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen (UNHCR) implementiert. (pd)

Rahel Künzle berichtet vom Alltag im Camp, den Heraus­forderungen, den Chancen wie auch den Perspektiven am Freitag, 29. September, um 19.30 Uhr im Saal der evangelischen Kirche in Wattwil. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum persönlichen Austausch.