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AUGENSCHEIN: Holzschlag: Strassensperrung auf der Kantonsstrasse bei Lütisburg

In dieser Woche führen Förster an der Kantonsstrasse zwischen Lütisburg und Lütisburg-Station auf Höhe Guggenloch einen Sicherheitsholzschlag durch. Dabei fallen rund 140 Kubikmeter Holz.
Timon Kobelt
Bevor der Stamm abtransportiert wird, müssen ihn die Arbeiter entasten. (Bild: Anina Rütsche)

Bevor der Stamm abtransportiert wird, müssen ihn die Arbeiter entasten. (Bild: Anina Rütsche)

Die grossen Fichten, die wir in dieser Woche fällen, sind rund 80 bis 100 Jahre alt», sagt Ralph Haas, Revierförster vom Kloster Magdenau. Er ist im Auftrag des Kantons für den Sicherheitsholzschlag in Lütisburg verantwortlich. Die Fichten befinden sich rechts der Kantonsstrasse direkt unterhalb der Zugbrücke, wenn man von Bazenheid her kommt. Auf der linken Seite nahe am Thurufer wurde bereits im vergangenen Jahr ein Holzschlag durchgeführt. Zwischen den älteren Fichten, die die Forstwarte kontrolliert zu Fall bringen, stehen auch viele junge, dünne Bäume. «Diese versuchen wir so gut wie möglich zu schonen, denn wir wollen in diesem Abschnitt weiterhin Wald haben», betont Ralph Haas. Dank des Holzschlages habe man danach eine ganze lang Ruhe im betreffenden Abschnitt und junge Bäume könnten problemlos wachsen, so der Revierförster.

Die Bäume werden mit Seilen befestigt

Die Bäume, die gefällt werden, markiert Ralph Haas jeweils mit gelber Farbe unten am Stamm. Schliesslich werden mittels einer Leiter Seile angebracht. Diese erfüllen den Zweck, dass die Bäume nach hinten fallen und nicht vorwärts ins Bachbett des Gonzenbachs krachen. «Weiter oben an der Strasse wird dies noch wichtiger sein, da dort die Bäume direkt am Hang über der Kantonsstrasse wachsen», sagt Ralph Haas. Dort würden die Bäume nach dem Fällen nach oben gezogen und über die Wiese abtransportiert. Hierfür hofft der Revierförster auf kaltes Wetter, damit die Wiese und ihr Boden möglichst hart sind, was den Transport erleichtert.



Allgemein ist die Sicherheit für den Verkehr enorm wichtig. Vor jedem Fellschnitt bei einem grösseren Baum – Ansägen für den Laien – sperren Mitarbeiter des Kantons die Strasse in beide Richtungen. «Das ist notwendig, falls einmal ein Baum in die falsche Richtung fallen sollte, was wir natürlich nicht hoffen», erklärt Ralph Haas. Wenn die Arbeiter einzelne grosse Bäume ansägen, müssen sich die Autofahrer im schlimmsten Fall drei Minuten gedulden, bevor sie ihre Fahrt fortsetzen können. «Die meisten Lenker nehmen es gelassen und sind tolerant. Das liegt wohl mitunter daran, dass der Kanton frühzeitig über den Holzschlag informiert hat», sagt ein Mitarbeiter des Kantons, der für die Strassensperrung mitverantwortlich ist. Im Verlauf der Woche wird es aber zu längeren Reisezeiten kommen, da die Strasse im Abschnitt Guggenloch zwischendurch vollständig gesperrt bleibt. Dann müssen die Autos aus beiden Richtungen die Umfahrung über Ganterschwil nutzen.

«Eschenkrankheit ist eine konstante Gefahr»

Grund für die Umfahrung ist die Abholzung von mehrerer Eschen, die noch direkter an der Strasse stehen – etwa auf Höhe der alten Thurbrücke – als die Fichten. Daher wäre es zu gefährlich, den Verkehr nicht umzuleiten. Wann die Eschen gefällt würden, sei vom Fortschritt der Arbeiten abhängig, sagt Ralph Haas.

Bevor der Stamm abtransportiert wird, müssen ihn die Arbeiter entasten. (Bild: Anina Rütsche)

Bevor der Stamm abtransportiert wird, müssen ihn die Arbeiter entasten. (Bild: Anina Rütsche)

Die Eschen müssen vor allem deshalb gefällt werden, weil sie von einer Krankheit befallen sind. «Die Eschenkrankheit stellt eine konstante Gefahr für den Verkehr und natürlich für den Wald dar», sagt Ralph Haas. Viele Eschen seien von einem Pilz infiziert, der auch die Wurzeln der Bäume beschädige. «Dies ist insofern gefährlich, da die Eschen spontan und unkontrolliert fallen könnten», erklärt der Revierförster. Mit der Holzung versuche man nun, die kranken Eschen zu fällen und die Krankheit bestmöglich zu bekämpfen. «Ein gewisses Restrisiko bleibt allerdings immer bestehen, da man selten alles erwischt», sagt Ralph Haas.

Die Holzungs- und Räumungsarbeiten sind intensiv und auch vom Wetter abhängig. Ralph Haas hofft, dass diese Woche alles erledigt werden kann. Insgesamt fällen die Forstwarte rund 140 Kubikmeter Holz, was gemäss Ralph Haas ungefähr sechs Lastwagenladungen entspricht.

Die Fichten, die am Strassenrand in Lütisburg gefällt werden, sind rund 80 bis 100 Jahre alt. (Bild: Anina Rütsche)

Die Fichten, die am Strassenrand in Lütisburg gefällt werden, sind rund 80 bis 100 Jahre alt. (Bild: Anina Rütsche)

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