«Tüüfner Gassefescht» hat ausgespielt: Aufwand ist für Organisationskomitee nicht mehr zu stemmen

Das «Tüüfner Gassefescht» findet kommendes Jahr nicht mehr statt.

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Traten am diesjährigen und vorläufig letzten Gassefescht auf: The Lakeside Jerks.

Traten am diesjährigen und vorläufig letzten Gassefescht auf: The Lakeside Jerks.

Bild: Claudio Weder

Die Vernunft hat das Herz besiegt. Nach fünf mehrheitlich erfolgreichen Durchführungen des «Tüüfner Gassefescht» hat das Organisationskomitee unter der Leitung von Dawid Meier an der Schlusssitzung entschieden, im kommenden Jahr kein Festival mehr zu organisieren. Gemäss Medienmitteilung liess sich der Aufwand, den die Organisation des Festivals mit sich brachte, je länger je weniger nicht mehr stemmen. Dennoch tat sich das OK mit dem Entscheid äusserst schwer – gelang es ihm doch in den vergangenen fünf Jahren ein Fest aufzubauen, das über die Kantonsgrenzen hinaus Bekanntschaft erlangte und in der Teufner Jahresagenda einen festen Platz einnahm.

Die Ansprüche an das Fest seitens der Bands und der Besucher aber vor allem auch seitens der OK-Mitglieder selbst liessen das «Gassefescht» von Jahr zu Jahr professioneller werden. Tausende Stunden an Fronarbeit des OK, der Musikanten sowie deren Verwandten und Bekannten machten dies lange möglich. Nun gelangte man aber zu einem Punkt, an dem das OK gemeinsam mit dem Trägerverein Harmoniemusik Teufen feststellte, dass der Aufwand in den kommenden Jahren schwierig zu stemmen sein wird. Gründe hierfür gibt es viele, nicht zuletzt die beruflichen und familiären Situationen der OK-Mitglieder.

Nie zur Sprache kamen hingegen Motivationsprobleme. Die bis zu tausend Zuschauer, die im Schnitt jährlich das Fest besuchten, die Unterstützung der vielen Sponsoren und die tollen Rückmeldungen von Bands, Gästen und Offiziellen der Gemeinde entschädigten Jahr für Jahr für die geleistete Arbeit. Stolz zeigen sich die Macher hinter dem Fest, dem ansonsten eher zurückhaltenden Dorfleben jeweils unverhofft viel Energie eingeflösst zu haben.

Comeback ist nicht ausgeschlossen

Laue Sommerabende wie 2016, als Panda Lux in Teufen begeisterte, hatten ebenso etwas Anziehendes wie tanzende Personen in Gummistiefel und aufgewühlte Pfützen in den verregneten Jahren danach.

Es ist dem OK ein Anliegen, sich für die Unterstützung und die Mitgestaltung am Fest, ob als Sponsor, Bandmitglied, helfende Hand oder Konsument oder Konsumentin, zu bedanken. Gleichzeitig schreibt das OK, dass man nicht wisse, ob vielleicht eines Tages die Mithilfe wieder gebraucht werde. Nämlich dann, wenn das Herz der Vernunft am Ende doch keine Chance lässt. (pd)