Auf «Typ Rotzinger» bauen

EISHOCKEY. Die Kaderplanung des SC Herisau ist fast abgeschlossen. Neue Spieler kommen aus Uzwil sowie den Nachwuchsabteilungen von Ambri, Kloten und Rapperswil. Vorne sind weniger Abgänge zu verkraften als hinten, aber jener von Vlk.

Lukas Pfiffner
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Mit viel Kraft Richtung Puck und Tor: Petr Vlk (Nummer 78) in einem Spiel gegen Frauenfeld. (Bild: pf)

Mit viel Kraft Richtung Puck und Tor: Petr Vlk (Nummer 78) in einem Spiel gegen Frauenfeld. (Bild: pf)

Die aufsehenerregenden Personalien gibt es anderswo. Seewen engagierte als Trainer den langjährigen NLA-Spieler Corsin Camichel, der in der Saison 2000/01, der letzten des SC Herisau in der NLB, für die Ausserrhoder stürmte. Bülach verpflichtete Florence Schilling, die Torhüterin des Schweizer Frauen-Nationalteams. Chur hat sich in der Offensive namhaft verstärkt. «Dass dies nicht sicher zum Erfolg führt, wissen wir aus eigener Erfahrung», erzählt Markus Bachschmied, der Präsident des SCH. Die Zusammenstellung seines Kaders erfolgt ohne spektakuläre Meldungen. Die Zeiten, in denen bei Verhandlungen das Geld für den SCH sprach, sind vorbei. «Wir können ein überdurchschnittliches Umfeld bieten.» Er glaubt, dass eine Playoffqualifikation möglich ist. Und baut auf den «Typ Pascal Rotzinger»: Der Stürmer kam vor einem Jahr als 18jähriger, 170 cm grosser Lehrling aus Uzwil und spielte eine sehr gute Rolle. «Ihn kannte fast niemand», sagt Bachschmied.

Abwehr ohne vier

Mit Sergio Marti wird Gregory Keller das Torhüter-Duo bilden. Dessen bisherige Stationen lagen im Tessin (Lugano, Bellinzona, 12/13 Elite-Junioren Ambri) und im Bündnerland (Davos, Engiadina, Lenzerheide). In der Abwehr sind mit Brunner, Crasemann, Hohl und vermutlich Kevin Homberger vier Stammspieler zu ersetzen. Als Zuzüge vermeldet der SCH Mario Noser und Thomas Bischof (beide aus Uzwil) sowie Felix Käser (Elite-Junioren Rapperswil-Jona). Fortgeschritten sind die Gespräche mit Dieter Frenzel (Uzwil). Kontakte bestehen mit Martins Mezulis. Der 21jährige Lette gehörte zuletzt dem Kader des NLB-Vereins Red Ice Martigny an, seine Ausbildung in der Schweiz absolvierte er im Nachwuchs der Pikes, von Fribourg und Rapperswil. Bachschmied: «Wir müssen schauen, ob sich dieser Transfer realisieren lässt.»

Zurück nach Tschechien

Was den Angriff betrifft, sind der Rücktritt von Ammann und der Zuzug von Zeller vor längerer Zeit gemeldet worden. Nun steht fest, dass mit Petr Vlk ein zweiter gewichtiger Abgang zu verkraften ist. Der Tscheche kehrt nach vier Jahren beim SCH in die Heimat zurück. Auch Senn verlässt den Verein. Dagegen rechnet Bachschmied weiter mit Center Luca Homberger, dessen Skorerpunkte und Ästhetik den Gedanken an einen Wechsel zu einem 1.-Liga-Spitzenteam oder in die NLB nährten: «Er hat einen laufenden Vertrag.»

Neue Stürmer sind Lucas Hohlbaum (Uzwil) und Dario Eigenmann (Elite-Junioren Kloten, 12/13 auch Einsätze mit Uzwil), Dario Heinrich (aus der zweiten Herisauer Mannschaft) sowie Jordan Pfennich: Der ist österreichischer Nachwuchs-Internationaler, gehörte einst dem SC Herisau und den Pikes an; die Saison 2012/13 absolvierte Jordan Pfennich mit den Elite-Junioren Biels.