Auf Toni Gübeli folgt Urs Angehrn

MOSNANG. Am Donnerstag wählte die CVP Mosnang einen neuen Präsidenten. Einstimmig fiel der Entscheid für Urs Angehrn, der seit einem Jahr im Vorstand der Ortspartei ist. Nach der Versammlung diskutierten die Mosnanger mit der kantonalen Parteileitung das Projekt «Erneuerung».

Hansruedi Kugler
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Alter und neuer CVP-Ortsparteipräsident: Toni Gübeli (links) und Urs Angehrn. (Bild: Hansruedi Kugler)

Alter und neuer CVP-Ortsparteipräsident: Toni Gübeli (links) und Urs Angehrn. (Bild: Hansruedi Kugler)

Sieben Jahre leitete der Dreiener Käser Toni Gübeli die CVP-Ortspartei. In dieser Zeit hat sich Mosnang eine neue Gemeindestruktur gegeben. Der Schritt in die Einheitsgemeinde sei erfolgreich gelungen und politisch sei nun auch wieder Ruhe eingekehrt, meinte Gübeli in seinem letzten Jahresbericht. Es sei auch die Zeit, um sich bei allen zu bedanken, die für diese Sache viele Extra-Stunden Arbeit eingesetzt haben.

In seinem Jahresbericht, der von von der Weltpolitik bis zur Mosnanger Diskussion um die Tempo-30-Zonen einen Bogen spannte, fügte er einen kleinen Seitenhieb auf die nationale CVP-Spitze an: Die CVP sei nie die Partei der Schlagwortpolitik und des Populismus gewesen. Christoph Darbellay, der Präsident der CVP Schweiz, habe das leider in der letzten Zeit ab und zu vergessen.

Neuer Präsident mit Profil

Um Profilierung ging es auch in Urs Angehrns Vorstellungsrunde. Der Kandidat für das Präsidium stellte nämlich gleich klar, dass er eine eigenständige Persönlichkeit ist, die nicht immer auf Parteikurs politisiere: Bei der Minarett-Initiative, beim Umwandlungssatz für die berufliche Vorsorge und beim Verbot von Kriegsmaterialexport habe er anders abgestimmt als die Parteiparolen der Mutterpartei. Urs Angehrn wohnt erst seit dreieinhalb Jahren in Mosnang, ist also ein «Zugezogener».

Angehrn ist Feuerschutzexperte und arbeitet bei der Gebäudeversicherung des Kantons Thurgau. Seit einem Jahr ist er im Vorstand der Mosnanger CVP-Ortspartei. Von Haus aus sei er ein Christlich-Sozialer, sagte er. In Mosnang beschäftigen ihn Fragen wie: «Können wir in Mosnang Arbeitsplätze generieren?», «Wie können wir raumplanerisch die Entvölkerung des Hinterlandes verhindern?», «Braucht es weitere Fusionen?», «Stimmt die Sicherheit?». Als aktiver Parteipräsident wolle er mit Veranstaltungen auch Themen setzen.

Einstimmig wählten die CVP-Mitglieder Urs Angehrn zum neuen Präsidenten.

Parteierneuerung: Mehr Profil

Auch nach der Hauptversammlung ging es um Profilierung. Kantonalpräsident Jörg Frei, Parteisekretär Lukas Schmucki und Projektleiter Michael Hugentobler diskutierten mit den Mosnanger CVP-Mitgliedern über das Projekt «Erneuerung der CVP», das heute Samstag am Jubiläums- und Erneuerungsfest in Gossau verabschiedet werden soll.

Hauptanliegen der Erneuerung: Mehr Profil zeigen mit den Hauptthemen Werte, Wirtschaft, Familie, den Kernthemen der CVP.

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