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Auf Kernprojekt beschränken

«Pro Natura will breiteres Flussbett», Ausgabe vom 6. Februar

Mit Interesse habe ich die Zeitungsberichte «Pro Natura will breiteres Flussbett» und «Das Flussbett soll 45 Meter breit werden» gelesen. Mich erstaunt es, was für Argumente gebracht werden, um das überrissene Thursanierungsprojekt zu rechtfertigen. Auch dem Landwirtschaftsland soll man Sorge tragen. Was Christian Meienberger vergessen hat, ist, dass das Schweizer Volk letztes Jahr am 24. September über die Ernährungssicherheit abgestimmt und diese mit 78,7 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen hatte. Ich denke, das war ein klares Signal. An der letzten Beiratssitzung wurde der Bevölkerung mitgeteilt, dass die Behörden schon vor 100 Jahren gewusst hätten, dass der Thur zu wenig Land zugesprochen wurde. Doch bis heute wird immer noch bis ans Thurufer heran gebaut. Für diese Fehlplanungen soll jetzt der Grundeigentümer entlang der Thur büssen. Dass der Staat in den letzten 100 Jahren auf das nun geforderte Land aber auch kräftig an Gebühren und Steuern mitverdient hat, wird nie erwähnt. Wenn die Behörden auf die Entschädigung des abzutretenden Landes angesprochen werden, heisst es einfach, es sei kein bebaubares Land und hätte deshalb auch nicht viel Wert. Durch das Abtreten des nun geforderten Landes wird auch die Baulinie verschoben und dadurch bebaubares Land vernichtet. Als Grundeigentümer entlang des Flusses fühlt man sich schon über den Tisch gezogen.

Mir ist klar, dass Pro Natura kein Verständnis hat für die Grundeigentümer, sie stellt ja die Natur und das Wohl der Tiere über dasjenige der Menschen. Wohlgemerkt, ich liebe die Natur und die Tierwelt, aber es gibt nun einfach dichte Siedlungsgebiete, wo solche Projekte auf das Kernproblem (hier Hochwasserschutz) beschränkt werden müssen. Wenn ich etwas lese von einem 300-jährlichen Hochwasser, dann kann ich das nicht ganz ernst nehmen. Diese Berechnungen sind einfach nur Hypothesen. Wann hatten wir seit Napoleons Zeit ein solches Hochwasser?

Daniel Meile, Obere Berglistrasse 16, Wattwil

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