Auf General Suworows Spuren

Tageswanderung der Seniorenwanderer Toggenburg auf dem Suworow-Weg von Elm nach Schwanden. Bei Bilderbuchwetter reisten 55 Toggenburger Seniorenwanderer per Bahn und Postauto durchs Glarnerland nach Elm, Ausgangspunkt für viele Wanderungen und Bergtouren.

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Tageswanderung der Seniorenwanderer Toggenburg auf dem Suworow-Weg von Elm nach Schwanden.

Bei Bilderbuchwetter reisten 55 Toggenburger Seniorenwanderer per Bahn und Postauto durchs Glarnerland nach Elm, Ausgangspunkt für viele Wanderungen und Bergtouren. Wir begnügten uns diesmal mit einer ebenso reizvollen Talwanderung, dem Suworow-Weg entlang von Elm über Matt und Engi nach Schwanden.

Ein Blick zum Martinsloch

Der erste Blick in Elm zu den Bergen ging natürlich zu den Tschingelhörnern mit dem sagenumwobenen Martinsloch, das im Frühjahr und Herbst die Sonne auf den Kirchturm von Elm durchscheinen lässt, ein einzigartiges Naturschauspiel. Auf dem Weg durch Elm bemerkten wir Beispiele der alten Glarner Baukunst wie das Grosshaus und das Suworow-Haus, wo General Suworow auf seinem Feldzug im Oktober 1799 nächtigte. Nun ging es auf breiten Wegen durch sattgrüne Wiesen, teilweise direkt dem Fluss Sernf entlang, den wir bis zu unserer Mittagspause in Engi mehrmals überquerten.

Bergsturz und Schiefertafeln

Bei zwei Trinkhalten informierte Wanderleiter Edi Güttinger etwas ausführlicher über General Suworows Zug über den Panixerpass, bei dem auf dem neuschneebedeckten und vereisten Saumpfad viele der Russen, Kosaken, Tataren und auch Lasttiere ausglitten und in die Tiefe stürzten. Interessant waren auch seine Ausführungen über den Schieferabbau, der die Geschichte des Sernftales und der Gemeinde Elm über Jahrhunderte prägte. Es gäbe noch viel zu berichten über die erst 1983 eingestellte Produktion in der Schiefertafelfabrik und den Bergsturz von 1881, der 114 Menschen verschüttete. 100 Jahre danach, 1981, wurde dem Dorf am Fuss des Hausstockes der Henri-Wakker-Preis verliehen.

Weiter der Sernf entlang

Nach knapp zwei Stunden Marschzeit verliessen wir die Sernf und liessen uns in Engi mit einem feinen Mittagessen verwöhnen. Von Engi führt übrigens ein Bergweg zu den bekannten Murg-Seen. Wir wandten uns wieder der Sernf zu und erfreuten uns eine weitere halbe Stunde an der prächtigen Sommerflora und dem abwechslungsreichen Wanderweg dem Fluss entlang. In Engi-Vordorf bot sich Gelegenheit, mit dem Postauto nach Schwanden zu fahren. Dies nutzten 15 Teilnehmer.

Die restliche Gruppe bewältigte noch einen kurzen Aufstieg, bevor es nach Schwanden hinunter ging. Nach einer guten Stunde Wanderzeit bestieg auch diese Gruppe das Postauto nach Schwanden.

Rosemarie Brändle

Nächste Halbtageswanderung: Dienstag, 2. August, Wildhaus-Gamplüt-Unterwasser Auskunft unter der Nummer 071 994 12 65