Auf die eigene Sicherheit achten

Der Kaminfeger Guido Alpiger aus Ebnat-Kappel entfernt im Sommer auch Wespennester. Der ehemalige Feuerwehrmann räumte in diesem Jahr schon über 40 Nester weg. Warum plagen uns dieses Jahr so viele Wespen?

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Achtung: Wespen am Drink. (Bild: fotolia)

Achtung: Wespen am Drink. (Bild: fotolia)

Der Kaminfeger Guido Alpiger aus Ebnat-Kappel entfernt im Sommer auch Wespennester. Der ehemalige Feuerwehrmann räumte in diesem Jahr schon über 40 Nester weg.

Warum plagen uns dieses Jahr so viele Wespen?

Das Wetter ist sicher ein Grund dafür; durch die langanhaltende Hitzeperiode kühlen auch die Nächte nicht ab, weshalb die Wespen länger aktiv sind als normal. In andern Jahren verschwanden die Wespen meist nach Sonnenuntergang, weil es nicht mehr genug warm war. Nun fliegen sie noch bis spät in die Nacht hinein.

Welches sind die Gefahren beim Entfernen eines Wespennestes?

Die grösste Gefahr sind noch immer mögliche Stiche. Wenn man zudem auf einer Leiter steht, da die Nester sich auf drei bis fünf Metern ab Boden befinden, erhöht sich die Gefahr, von einem Stich erschreckt zu werden und zu fallen. Überdies ist niemand sicher davor, allergisch zu reagieren. Es gibt keine typischen Allergiker, also kann man prinzipiell nach jedem Stich allergisch reagieren, auch wenn das vorher nicht der Fall war. Wichtig ist, dass immer eine Person über allfällige Stiche informiert ist. Derjenige kann dann Hilfe anfordern, wenn unerwartet allergische Reaktionen auftauchen.

Darf man selber probieren, ein Wespennest zu entfernen?

Sicher, grundsätzlich darf das jeder. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass man beispielsweise auf einer Leiter gesichert ist. Und dass man nicht den billigsten Spray kauft, den man finden kann. Falls man es sich selber doch nicht zutraut, wissen meistens Mitarbeitende auf der Gemeinde, an wen man sich wenden soll.

Wie findet man ein Wespennest?

Am besten läuft man einmal den Wespen nach ums Haus herum. Oft hat es nicht bloss ein Nest, sondern zwei oder drei. Wespennester werden meist vernichtet, während Hornissennester umgesiedelt werden. (rar)