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Kampfwahl ums Herisauer Gemeindepräsidium: Auf den Spuren von Kurt Geser

Über den 58-jährigen Kurt Geser, welcher Gemeindepräsident werden möchte, ist kaum etwas bekannt. Politisch ist er noch nie in Erscheinung getreten. Die Parteien eruieren nun, wie sie zu dieser Kandidatur stehen.
Astrid Zysset
Am 17. März entscheidet sich, wer Gemeindepräsident von Herisau wird. (Bild: APZ)

Am 17. März entscheidet sich, wer Gemeindepräsident von Herisau wird. (Bild: APZ)

Er ist in der Parteilandschaft ein Unbekannter. Und trotzdem möchte er nun den Schritt in dieselbige wagen. Kurt Geser hat überraschend angekündigt, für das Amt des Gemeindepräsidenten von Herisau zu kandidieren und somit gegen seinen eigenen Chef Renzo Andreani anzutreten. Geser arbeitet seit vergangenem Herbst als Bereichsleiter Bauberatungen und Baubewilligungen auf der Gemeindeverwaltung. Er ist 58 Jahre alt und parteilos. Mehr weiss die breite Öffentlichkeit nicht über ihn.

Doch wer ist der Mann, der die scheinbar sichere Wiederwahl Andreanis ins Wanken bringen will? Spuren für eine allfällige Suche sind kaum zu finden. Über Vereinszugehörigkeiten oder Kommissionsarbeiten ist nichts bekannt. Nur soviel: Geser lebt seit über 20 Jahren in Herisau, ist verheiratet und Vater einer 19-jährigen Tochter. Zu seinen Hobbies gehören Badminton, Squash, Radfahren, Joggen und Lesen. Weiter besitzt der gelernte Hochbauzeichner Diplome als Bauleiter Hochbau, Immobilienökonom NDS und Immobilientreuhänder. Ab 2002 war Geser als Leiter Immobilien bei der Pensionskasse Asga in St. Gallen tätig. Dort möchte man sich auf Anfrage hin aber nicht zu ihrem ehemaligen Mitarbeiter äussern. Das sei Firmenpolitik. Auskunft gebe es weder zu aktuellen noch einstigen Angestellten.

Eine Person, welche die Herausforderung sucht

Kurt Geser sagte bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur, dass er kein «Showman» sein wolle. Und das ist er auch nicht, sagt Kantonsgerichtspräsident Pius Gebert. Seit 2012 amtiert Geser nebenamtlich als Kantonsrichter. Und so lange arbeitet er auch mit Gebert zusammen. «Herr Geser ist kein Schwätzer oder Blender. Er ist auch kein Mensch, der impulsiv ist und unüberlegte Bauchentscheidungen fällt», so der Kantonsgerichtspräsident. Geser orientiere sich vielmehr an der Faktenlage, überlege genau und vertrete dann seine Meinungen dezidiert. Ist er denn auch konfliktfähig? «Absolut», so Gebert. Geser vertrete ab und an Standpunkte, bei welchen er «alleine da steht». Und dies sachlich und überzeugend.

Gebert lobt vor allem das Engagement, das Geser an den Tag lege. «Er leistet einen überdurchschnittlichen Einsatz. Jedes Mal, wenn ich ihn anfrage, ob er einspringen kann, ist er sofort dabei.» Dass Geser nun eine politische Laufbahn einschlägt, hat Gebert nur einen kurzen Moment überrascht. «Ich hatte aus der Zeitung davon erfahren. Anfangs war ich perplex, aber nach längerem Überlegen macht das schon Sinn.» Geser sei eine «zupackende Person», eine mit Biss, welche die Herausforderung sucht. Vor zwei Jahren machte Geser die Zusatzausbildung zum Rechtsagenten. «Diese ist sehr anspruchsvoll. Eine solche mit über 50 Jahren zu absolvieren, zeugt von besonderem Ehrgeiz.»

Hinweis:
Die Wahlen für das Gemeindepräsidium finden am kommenden 17. März statt.

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