Auf den Spuren des tapferen Schneiderleins

Kindergarten und 1. Klasse Gruppe Schmidberg

Sandra Aschwanden
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Auf dem Ausflug haben die Schmidbergkinder ihre eigenen Gürtel aus Leder hergestellt. (Bild: PD)

Auf dem Ausflug haben die Schmidbergkinder ihre eigenen Gürtel aus Leder hergestellt. (Bild: PD)

Kindergarten und 1. Klasse begaben sich am Dienstag, den 23. Mai auf den Märliweg in Bütschwil. Nach der bekannten Zugfahrt hüpften wir frohgelaunt auf dem Giessenweg zum Märliegge, der von der Bibliothek Bütschwil ins Leben gerufen wurde. Gespannt öffneten wir den Märlibriefkasten, und zu unserer Freude fanden wir das tapfere Schneiderlein vor. Frau Aschwanden erzählte uns das Märchen, während wir den Znüni genossen.

Kinder stellen ihre eigenen Gürtel her

Alljährlich bekam danach jedes Kind ein Glöggli mit einem Willisauerringli um den Hals gehängt. So werden wir gehört, und falls wir eine Stärkung benötigten, durfte man am Honigring saugen. Wir suchten weiter nach Spuren und fanden im Hofacker einen Slogan mit einer gebogenen Nadel.

Walo und Peter haben uns danach in der Sattlerei-Polsterei schon erwartet. Jedes Kind durfte seinen eigenen Ledergurt mit selbstausgesuchter Schnalle herstellen. Natürlich fehlten auch die sieben Fliegen auf der Rückseite des Gurtes nicht. Stolz zeigten am Ende alle Kinder ihre Bäuche.

Dann ging die Reise weiter. Die Riesen meiden normalerweise den «Ganggelisteg», eine 120 Meter lange Hängebrücke, dies aus Angst, sie könnte unter ihrem Gewicht einstürzen. Nicht aber unsere Kinderschar, welche die Brücke strahlend bewältigte.

An einem Feuer genossen wir die Mittagspause an der Thur. Der Wasserfall liess manches Kind aufschreien, denn das Wasser ist noch frisch. In die Thur höckle, ist schon um einiges angenehmer.

Nun fehlte noch das Einhorn. Wir orientierten uns fleissig nach dem Pferdemist und landeten so bei Rebecca Fischer Ziegler in Laufen.

Ein Besuch bei den Pferden

Ab Sommer 2017 wird Rebecca Fischer Ziegler öffentlich die pferdegestützte Therapie anbieten. Dort wurden wir herzlich von drei Frauen sowie den Pferden und Ponys empfangen. Zuerst durften wir die Pferde bürsten, bevor jedes Kind den Rücken der Vierbeiner besteigen durfte. Die zweite Gruppe stach ein Pferdekopfgutzli aus, und die dritte Gruppe stellte auf einem Holzpferd Kunststücke dar.

Auch ein tapferes Schneiderlein wird mal müde. Die Prinzessin und das Gold bekamen wir nicht zu sehen, aber es fragte auch kein Kind danach, denn eine Glace beim Bahnhofkiosk war ebenso Gold wert.

So kamen wir um 16 Uhr nach einem sonnigen, märchenhaften Tag in Wattwil gesund wieder an, wo die Eltern gespannt auf uns warteten.

Sandra Aschwanden