Auf den Spuren der Chlausschuppel

Am Alten Silvester hat die erste Neckertaler Wanderung des Jahres 2015 stattgefunden. Bereits im Morgengrauen eines wunderbaren Wintertages startete eine erwartungsfrohe Wandergruppe am Alten Silvester in Schönengrund zur ersten Neckertaler Wanderung 2015.

Adolf Fäh
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Unterwegs begegnete die Gruppe einem schönen Chlausschuppel. (Bild: pd)

Unterwegs begegnete die Gruppe einem schönen Chlausschuppel. (Bild: pd)

Wegen der dünnen Schneedecke konnte auch ohne Schneeschuhe querfeldein gewandert werden. Schon bald war in der Ferne der Schellenklang der ersten Chlausengruppen zu hören. Wanderleiter Egon Bleiker benützte als ehemaliger Silvesterchlaus die Gelegenheit, über den Brauch des Alten Silvesters, den Ablauf des Chlause und den Unterschied zwischen schöne, schöwüeschte und wüeschte Chläus zu informieren.

Ausgestattet mit dem nötigen Wissen machten wir uns auf zum Höhenweg Wittenberg– Stein–Högg. Schon bald trafen wir bei einem abgelegenen Bauernhof auf den ersten Chlausschuppel und lauschten ihren Zäuerli. Sogar die Gänseschar unterbrach ihr ständiges Geschnatter und hörte aufmerksam zu. Bei einem nächsten Hof wollte auch der Bläss die Chlausezäuerli nicht zu stark stören und hielt sein Begrüssungsgebell in Grenzen. Rechtzeitig vor dem grossen Publikumsandrang erreichten wir die Schüür-Beiz im Winkfeld und hatten noch genügend Platz, um die Bratwurst oder den Schüblig vom Grill und ein Glas Punsch oder Wein geniessen zu können. Dank den frühlingshaften Temperaturen hatten sich draussen viele Besucher versammelt, die den Vorträgen der verschiedenen Chlausschuppel lauschten. Die Wandergruppe machte sich wieder auf den Weg und schon bald begegnete sie einer besonders schönen Chlausengruppe. Die auf dem herrlichen Kopfschmuck dargestellten Szenen waren dem Thema «Lauf der Zeit – Vom Handwerk zur Maschine» gewidmet.

Auf eher abgelegenen Pfaden ging es über den Ettenberg zurück zum Ausgangspunkt Schönengrund. Kurz vor dem Ziel hatten wir noch ein letztes Mal die Gelegenheit, dem melancholischen Zauren eines Schuppels zu lauschen. Dank der frühzeitigen Rückkehr blieb noch Zeit für eine gemeinsame Einkehr im Restaurant Schäfle. Dabei befassten sich die anwesenden Wanderleiter der IG Neckertal Tourismus bereits mit der Planung der Vollmondwanderung vom 7. Februar auf den Hochhamm.