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In Wald will eine Bürgergruppe für Frieden sorgen

Einige Einwohner von Wald haben genug vom jahrelangen Gezänk. Sie rufen die Bevölkerung auf, sich der neuen «IG Wald miteinander» anzuschliessen.
Monika Egli
Die Nebel aus Querelen und Schuldzuweisungen sollen sich bald verziehen: Das Dorf Wald, von Rehetobel aus gesehen. (Bild: Urs Jaudas (Nov. 2011))

Die Nebel aus Querelen und Schuldzuweisungen sollen sich bald verziehen: Das Dorf Wald, von Rehetobel aus gesehen. (Bild: Urs Jaudas (Nov. 2011))

Morgen Donnerstag wird in Wald eine Interessengemeinschaft (IG) gegründet. Ihr Name nennt den Zweck: IG Wald miteinander. Thomas Baumgartner als designierter Präsident stellt auf Anfrage eine konstruktive Kommunikationskultur als eines der Hauptansinnen ins Zentrum: «Wir wollen eine Diskussionsplattform bieten, wir möchten, dass differenzierter und in breiter Zusammensetzung miteinander geredet wird, jedermann kann mitmachen, je mehr, desto besser.»

In Wald herrschte in den vergangenen Jahren oft (politischer) Unfriede. Im Wesentlichen ging es um den Neubau Dorfzentrum samt Spar-Laden, was an öffentlichen Versammlungen mehr als einmal zu hässigen, ja hässlichen Auseinandersetzungen führte. In der Folge wurde 2015 der Gemeindepräsident abgewählt, in diesem Frühjahr reichten fünf Gemeinderatsmitglieder ihren Rücktritt ein.

«Die jahrelangen Streitigkeiten und Schuldzuweisungen haben das Dorf gespalten», sagt Baumgartner. Das habe viele Wäldlerinnen und Wäldler verunsichert. Ende letzten Jahres formierte sich dann eine 14-köpfige Steuergruppe und initiierte die Gründung der IG. Ihnen gehe es um die Zukunft von Wald. Man wolle vorwärts schauen. Kurz: «Wir wollen in einer dörflichen Gemeinschaft leben, in der jeder mit seiner Meinung respektiert wird.» Die IG wird politisch neutral, aber trotzdem aktiv sein, indem sie beispielsweise Podien und andere Diskussionsrunden organisiert. Baumgartner: «Wir werden politisch aber keine Stellung nehmen, keine Parolen fassen, keine Kandidaten nominieren. Wir wollen Plattformen anbieten, um sich auszutauschen und so zur Meinungsbildung beitragen. Zudem ist uns wichtig, dass die Bürger über wichtige Dorfthemen ausführlich informiert werden und dazu ihre Meinung einbringen können.»

Nicht zu kurz kommen soll der gesellschaftliche Aspekt, Baumgartner spricht von einem Dorffest und anderen geselligen Anlässen, die dem 800-Seelen-Dorf gut täten. Auch hier sehe die IG Handlungsbedarf und sei bereit, diesen zu decken.

Hinweis

Gründungsversammlung «IG Wald miteinander» morgen Donnerstag, 14. Juni, im Restaurant Hirschen, Saalöffnung 19.30 Uhr.

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