Auch die Wappen der Innerrhoder Bezirke Schwende und Rüte sollen fusionieren

Die Bezirksräte von Schwende und Rüte haben den Zusammenschlussvertrag zuhanden des Grossen Rates verabschiedet.

David Scarano
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Das neue Wappen setzt sich aus den bisherigen zusammen: oben Rüte, unten Schwende.

Das neue Wappen setzt sich aus den bisherigen zusammen: oben Rüte, unten Schwende. 

PD

Die Fusion zwischen Schwende und Rüte nimmt weiter Gestalt an. Die beiden Bezirksräte haben einstimmig den Zusammenschlussvertrag zuhanden des Kantons verabschiedet. Das gaben sie am Freitag bekannt.

Wie es in der Medienmitteilung heisst, schreibe das Gesetz eine Genehmigung durch den Grossen Rat vor, bevor der Zusammenschlussvertrag den Bezirksgemeinden unterbreitet wird. Erteilt in der Februar-Session das kantonale Parlament diese, werden die Stimmberechtigten von Schwende und Rüte am 3. Mai 2020 über die Fusion befinden. Sagt auch die Landsgemeinde Ende April 2021 als letzte Instanz Ja, wird der Zusammenschluss per 2. Mai 2021 umgesetzt.

Eine wichtige Hürde hatte die Fusion schon in diesem Frühling genommen. Am 5. Mai gaben die Bürgerinnen und Bürger an den beiden Bezirksgemeinden Schwende und Rüte in der Grundsatzabstimmung dem Zusammenschluss grünes Licht. Sie beauftragten damit ihre Bezirksräte, den nun vorliegenden Zusammenschlussvertrag auszuarbeiten. Nach der Vorprüfung durch die Standeskommission muss nun der Grosse Rat darüber befinden.

Infoveranstaltungen im April 2020

Der Vertrag, der auf der offiziellen Webseite des Projektes einsehbar ist, setzt die Leitplanken für die geplante Fusion. So sind darin nicht nur die künftigen Organe festgehalten, sondern auch wann diese gewählt werden. An der ersten gemeinsamen Bezirksgemeinde bestimmen die Bürger im Mai 2021 unter anderem den regierenden und den stillstehenden Hauptmann sowie die fünf weiteren Bezirksräte. Schriftlich festgehalten wird zudem die Parallelplanung der Budgets. Die beiden Bezirksräte müssen für 2021 ein gemeinsames Budget sowie separate Voranschläge erarbeiten, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Die Höhe des gemeinsamen Steuerfusses ist nicht Teil des Zusammenschlussvertrags. Wie es an den Bezirksgemeinden 2019 aber hiess, käme bei einer Fusion der gemeinsame Steuerfuss bei 24 Punkten zu liegen. Dies würde für die Einwohnerinnen und Einwohner Rütes eine Erhöhung bedeuten, beträgt der Steuerfuss aktuell doch 20 Punkte. Die Details der Fusion werden den Bürgern im kommenden Jahr vor den Bezirksgemeinden präsentiert. Im April 2020 sind zwei Informationsveranstaltungen geplant.

Bestandteil des Zusammenschlussvertrags ist das Wappen für den neuen Bezirk, der Schwende-Rüte heissen wird. Der Vorschlag zeigt die beiden bisherigen Wappen übereinander dargestellt (oben Rüte, unten Schwende). Dieser ging aus zwei Meinungsumfragen bei den Stimmberechtigten klar als Sieger hervor. An den Bezirksgemeinden 2019 waren die ersten Vorschläge präsentiert worden. Im Oktober führten die Bezirke eine zweite Umfrage durch.

Klares Verdikt

An dieser beteiligten sich laut Webseite 48 Prozent der Stimmberechtigten. Der nun präsentierte Vorschlag erhielt 61,8 Prozent der Stimmen. Sepp Manser, der regierende Hauptmann von Schwende, begrüsst das deutliche Verdikt: «Wir sind froh, dass sich die Bürger so klar geäussert haben.»

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