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Auch Appenzellern drohen Bussen

Um den Schleichverkehr durch das St. Galler Tschudiwies zu unterbinden, wurden drei Quartierstrassen für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Bewohner beklagen sich, dass sich «die Appenzeller» nicht an die Verbote halten,
Sebastian Schneider

«Sie verstopfen die Quartierstrassen und fahren zu schnell»: Der Vorwurf der Bewohner im Tschudiwies richtet sich an Pendler, die vom Riethüsli her durch die Quartierstrassen fahren, um bequemer ins Stadtzentrum zu gelangen. Gegen Blechlawinen zu Stosszeiten kämpfe man schon seit zehn Jahren, sagt Alfred Mallepell, Präsident des Quartiervereins Tschudiwies. Weil Verkehrsschikanen wie Parkplätze und Tempo-30-Limite daran nicht viel änderten, wurden die Strassen gesperrt: Seit Mitte September sind die Ruhberg-, die Treuacker- und die Tschudistrasse nur noch für Zubringerdienste gestattet. Doch bislang zeigen die Verbotstafeln wenig Wirkung. Die Polizei will deshalb die Kontrollen verschärfen.

Ungehorsame Appenzeller

In den vergangenen Wochen haben sich immer wieder Tschudiwiesbewohner beim Quartiervereinspräsidenten darüber beklagt, dass sich «die Appenzeller» nicht an die Verbote halten, sagt Alfred Mallepell. Vertreter des Quartiervereins hätten sich deshalb kürzlich mit der Stadtpolizei getroffen. «Sie versprach, vor allem bei der Ruhbergstrasse Kontrollen durchzuführen.»

Dies bestätigt Benjamin Lütolf, Mediensprecher der Stadtpolizei. Man werde «Stichproben» machen – auch wenn es für die Polizei aufwendig sei herauszufinden, ob die Autofahrer Zubringer sind: «Die Gewieften können ja zum Beispiel angeben, sie müssten zu einem Freund im Quartier», so Lütolf.

Nicht offiziell kommuniziert

Dass die Abbiegeverbotstafeln an der Teufener Strasse sowie der Oberstrasse offenbar ungenügend wahrgenommen werden, kann auch damit zusammenhängen, dass die neue Verkehrsanordnung seitens der Stadt nie offiziell kommuniziert wurde. Warum, kann von keiner der betreffenden Amtsstellen richtig begründet werden.

Einjährige Versuchsphase

Was aber feststeht: Die Sperrung der Quartierstrassen für den Durchgangsverkehr gilt vorderhand für ein Jahr. Während dieser Versuchsphase wird der Verkehr gemäss Lütolf genau beobachtet: «Wir müssen herausfinden, wie sich die Einschränkungen auf den Knotenpunkt Teufener Strasse, Oberstrasse und Wassergasse auswirken.» Das Tiefbauamt sei dafür zuständig.

Mit Hilfe der Detektoren vor dem Lichtsignal sollen Zählungen durchgeführt werden, sagt Christian Hasler, Bereichsleiter Verkehr der Stadt St. Gallen. Wichtig sei auch herauszufinden, ob die Busse der 2er-, 8er- und 5er-Linien wegen der neuen Verkehrsordnung öfter im Stau stünden als vorher.

Sobald nach dem Versuchsjahr Auswertungen zur Verkehrsentwicklung vorliegen, werde die Stadt informieren.

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