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Auch am Aschermittwoch geht es üppig zu und her

Das "Toggenburger Tagblatt" berichtet in unregelmässigen Zeitabständen über kulinarische Themen in der Region. Da die "Krone" in Mosnang kürzlich einen Culinariums-Preis gewonnen hat, begab sich ein Redaktor für einen Test in das Restaurant.
Timon Kobelt
Der Hauptgang begeisterte Auge und Gaumen. (Bilder: Timon Kobelt)

Der Hauptgang begeisterte Auge und Gaumen. (Bilder: Timon Kobelt)

Die «Krone» in Mosnang hat unlängst den Culinarium-Preis 2018 in der Kategorie Gastronomie gewonnen, der – wie es der Zufall will – in Form einer Krone überreicht wird (das «Toggenburger Tagblatt» berichtete). Dies war für unsere Redaktion Grund genug, einen Redaktor inkognito loszuschicken, um zu überprüfen, ob die Ehrung gerechtfertigt ist.

Ich war der Glückliche, der sich dieser Herausforderung stellen durfte. Es lässt sich nun darüber streiten, ob der Aschermittwoch der geeignetste Tag war, um den Restauranttest zu vollziehen. Schliesslich beginnt dann die Fastenzeit und zwei meiner Redaktionskollegen starteten just am Aschermittwoch damit, auf Süsses zu verzichten. Aber es gilt ja: jedem das Seine. Und so machte ich mich quasi als Gegenpol zu meinen ehrenwerten Redaktionskollegen auf in die «Krone» und freute mich auf ein üppiges Mahl.

Gewagte Kombination beim Dessert

Der Schlorzifladen mit Vanilleglace war perfekt portioniert. (Bild: Timon Kobelt)

Der Schlorzifladen mit Vanilleglace war perfekt portioniert. (Bild: Timon Kobelt)

Üppig klang auch das Mittagsmenu, für das ich mich entschied. Zur Vorspeise gab es eine klare Gemüsesuppe und einen grünen Salat. Gefolgt vom Hauptgang, der aus Rindsfilet mit Kräutersauce, hausgemachten Spätzli und einer Gemüsegarnitur bestand. Ich rundete das Spektakel mit einem Schlorzifladen ab, der von einer Kugel Vanilleglace flankiert wurde.

Starten wir für die Bewertung doch einmal verkehrt herum, also mit dem Dessert. Für Toggenburger ist der Schlorzifladen ja fast schon ein Heiligtum und folglich beurteilen ihn Toggenburger besonders kritisch. Doch bei diesem gab es praktisch nichts zu mäkeln. Zwar wurde er – etwas unkonventionell – ziemlich warm serviert. Doch die Kombination mit dem Vanilleglace, die ich so noch nie probiert hatte, funktionierte ausgezeichnet.

Beim Hauptgang lief mir das Wasser schon im Mund zusammen, als ich den Teller sah. Die Küche hatte ihn perfekt angerichtet, verschiedene Farben spielten zusammen und erfüllten so den Grundsatz: Das Auge isst mit. Der Eindruck täuschte dann auch nicht. Insbesondere das Rindsfilet war genau so, wie es mein Vater immer angepriesen hatte: leicht rötlich und eher knapp gebraten. Die hausgemachte Spätzli, die mir privat noch nie gut gelungen sind, waren in Kombination mit der Sauce ausgezeichnet. Auch das Gemüse war schmackhaft und rundete den Hauptgang gelungen ab. Vielleicht hätte es beim Gemüse etwas mehr Würze vertragen, wenn man noch das Haar in der Suppe suchen wollte.

Apropos Suppe: In der Gemüsesuppe fand ich zum Glück keine Haare und sie schmeckte mir tipptopp. Der Salat steht und fällt für mich mit der Sauce. In diesem Fall war es eine französische und sie vermochte zu überzeugen. Zusätzlich konnte ich im Salat Sonnenblumen- und andere Kerne entdecken, die gut zum Dressing passten. Mein Fazit: Das Mittagsmenu in der «Krone» überzeugte vollends, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Müsste ich ein Highlight herauspicken, wäre es wohl der Schlorzifladen mit Vanilleglace, der schlicht deliziös war. Es bricht mir kein Zacken aus der Krone, wenn ich sage, dass der Culinariums-Preis verdient ist.

Leidenschaft fürs Kochen früh entdeckt

Nach dem Essen deckte ich meine Identität beim Servicepersonal und beim Küchenchef Philipp Schneider auf. Das Servicepersonal, das sehr freundlich war, teilte mir auf Anfrage mit, dass auch viele andere Kunden es mit dem Fasten nicht so eng gesehen hätten am Aschermittwoch. Vielleicht hatte es aber auch einen Einfluss, dass gleichzeitig Valentinstag war und viele Paare beim gemeinsamen Essen nicht auf die beste Kost, wie Fleisch oder etwas Süsses, verzichten wollten.

Philipp Schneider erklärte, warum es als Koch in Mosnang sehr angenehm sei: «Fleisch und Käse bekomme ich innerhalb der Gemeinde oder in der Region. Auch die Fischzucht hier in der Umgebung ist auszeichnet», sagt er. Er sei stolz darauf, dass das Sortiment der «Krone» zu 80 Prozent aus regionalen Produkten bestehe. Die Leidenschaft fürs Kochen entdeckte er schon früh, da seine Eltern bereits in der Küche tätig waren. Indem Philipp Schneider auch in der Ausbildung tätig ist, versucht er diese Passion an den «Koch-Nachwuchs weiterzugeben.»

Timon Kobelt

timon.kobelt@toggenburgmedien.ch

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