«Auboden» feiert Jubiläum

Vor 50 Jahren nahm die Ausbildungsstätte Auboden ihren Betrieb auf. Am 18. September feiert die Institution den Geburtstag im Chössitheater.

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BRUNNADERN. Die Ausbildungsstätte Auboden in Brunnadern feiert dieses Jahr ihr 50jähriges Bestehen. Zum Jubiläum findet am 18. September die Informationsveranstaltung «Geschichte und Kultur» im Chössitheater in Lichtensteig statt. 1963 nahm die Ausbildungsstätte Auboden ihren Betrieb als Haushaltungsschule auf und bot von Beginn an berufliche Massnahmen der damals noch jungen IV an. Von der Haushaltsschule entwickelte sich der Auboden 1994 zur Ausbildungsstätte. Die angebotenen Berufsausbildungen wurden vielfältiger, und seit 1998 sind auch junge Männer zur Ausbildung zugelassen.

Integrationspreis lanciert

Heute absolvieren Jugendliche mit einer Lernbehinderung und/oder psychosozialen Beeinträchtigung eine Ausbildung in Hauswirtschaft, Hauswartung, Küche, Gärtnerei oder Floristik. Seit jeher bietet die Ausbildungsstätte Auboden auch betreute Wohnformen an und legt grossen Wert auf die berufliche und soziale Integration der Lernenden. 2008 lancierte die Ausbildungsstätte Auboden den Beruflichen Integrationspreis Ostschweiz, einen Wanderpreis für Unternehmen, welche Arbeitsplätze für junge Menschen mit einer Beeinträchtigung anbieten, der 2014 zum viertenmal vergeben wird. Neue Angebote sind in den letzten Jahren hinzugekommen. So können Jugendliche heute ihre Ausbildung auch in einem Betrieb des ersten Arbeitsmarktes absolvieren und werden dabei von einem Job Coach der Ausbildungsstätte Auboden begleitet. Seit diesem Sommer gibt es neu die Möglichkeit für junge Erwachsene, welche die Ausbildung abgeschlossen haben, im Rahmen eines geschützten Arbeitsplatzes auf Zeit bis zu drei Jahren in der Ausbildungsstätte Auboden in Brunnadern eine befristete Anstellung zu erhalten. Während dieser Zeit werden sie weiterhin intensiv unterstützt bei der Vorbereitung auf eine Arbeitsstelle in der freien Wirtschaft.

Der Kernauftrag der Ausbildungsstätte im Toggenburg blieb über all die Jahre derselbe: jungen Menschen mit einer Beeinträchtigung eine Ausbildung zu ermöglichen, sie individuell zu begleiten und zu fördern, damit sie ein möglichst selbstbestimmtes Leben führen und sich sozial und beruflich integrieren können.

Masterarbeit zur Arbeit

Die Art, wie auf dieses Ziel hingearbeitet wurde, hat sich über die Jahre stark verändert. Corinne Büttiker und Petra Thoma haben sich im Rahmen ihrer Masterarbeit an der Hochschule für Heilpädagogik (HfH) mit diesem Wandel in der pädagogischen Arbeit beschäftigt. Sie stellen ihre Arbeit am 18. September (siehe Kasten) im Chössitheater Lichtensteig vor. (pd)