Attraktionen rund um Ballone

EBNAT-KAPPEL. In Ebnat-Kappel fanden am Wochenende die Ballontage Toggenburg erfolgreich statt. Mit einem abwechslungsreichen Programm lockten sie mehrere tausend Besucherinnen und Besucher an. Ein besonderes Highlight war das Ballonglühen.

Raffaela Arnold
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Wie es die Ballonfahrer sehen: Ebnat-Kappel aus einer anderen Perspektive. (Bilder: Raffaela Arnold)

Wie es die Ballonfahrer sehen: Ebnat-Kappel aus einer anderen Perspektive. (Bilder: Raffaela Arnold)

Dieses Wochenende war viel los in Ebnat-Kappel: 24 Ballonteams aus der Schweiz, Deutschland und Spanien zog es im Rahmen der Ballontage Toggenburg, die nun zum achtenmal durchgeführt wurden, in die Region.

Mehrere tausend Besucher

Eine besondere Attraktion, die in diesem Jahr mehrere tausend Besucher anzog, war das sogenannte Night-Glow, das Ballonglühen. Dabei standen sieben Heissluftballone in einer Reihe auf der Ballonwiese Mühlau und zündeten ihr Feuer im Takt der Musik. Auch als sich einer der Heissluftballone löste und davon fuhr, wurde die Stimmung gehalten und nach einer kurzen Unterbrechung ging das Spektakel mit sechs Ballonen weiter. Die schöne Melodie, die ein Dudelsackspieler vom Dach der Firma Kauf AG spielte, machte die Panne wieder wett, ergriff die Besucher und führte bei einigen zu Gänsehaut. Bereits am Freitagabend stand Sonja Lieberherr-Schnyder dort oben und zog durch ihren Alp- und Ballonsegen die Besucher in ihren Bann. Am Kindernachmittag am Samstag besuchten zahlreiche Familien die Ballonwiese. Neben Modellballonen, einer Ballonkünstlerin und einem Ballonwettbewerb durften die Kinder auch einen Ballonbiber verzieren.

Ein weiterer Höhepunkt des Anlasses war der Empfang der Sieger des härtesten Gasballonrennens der Welt, dem Gordon Bennett. Die beiden Thurgauer Kurt Frieden und Pascal Witprächtiger setzten sich gegen 16 Mitstreiter durch und fuhren von Pau, Frankreich, bis an die Grenze zu Weissrussland. Dabei legten sie 2407 Kilometer zurück und verbrachten 68 Stunden und 20 Minuten im Korb ihres Gasballones. Auch Stefan Zeberli wurde gefeiert: Er durfte in Debrecen, Ungarn, seinen dritten Europameistertitel im Heissluftballonfahren entgegennehmen. Zusammen mit ihren Teams wurden die Preisträger empfangen und mit viel Applaus und der Schweizer Nationalhymne geehrt.

Möglichst nah am Boden fahren

Von geplanten sechs Ballonfahrten konnten vier durchgeführt werden. War der Himmel über Ebnat-Kappel zu Beginn der Ballontage am Donnerstag noch etwas verhangen, so lockerten sich die Wolken am Samstag auf. Die Ballonfahrer und ihre Passagiere liessen sich jedoch nicht durch etwas kühleres Wetter und tiefe Wolken beirren. Das Ziel des Ballonfahrens sei es nicht, möglichst hoch hinaus zu kommen, sondern dem Boden entlang zu fahren, sagt einer der Ballonfahrer. Für die Pilotinnen und Piloten sind deshalb auch die Zielkreuzfahrten an den Ballontagen interessant: Ein kleines Säcklein muss vom Korb aus auf ein gelbes Kreuz in der Wiese abgeworfen werden. Wer diesem Kreuz am nächsten ist, hat gewonnen. Den Hauptpreis beim Zielkreuzsponsoring dieses Jahr hat Pascal Witprächtiger gewonnen.

Auch mit fehlendem Ballon ein Höhepunkt: Das Ballonglühen.

Auch mit fehlendem Ballon ein Höhepunkt: Das Ballonglühen.

Trotz Wolken werden die Ballone bereitgemacht.

Trotz Wolken werden die Ballone bereitgemacht.

Mystische Stimmung am Donnerstagabend bei den Ballontagen.

Mystische Stimmung am Donnerstagabend bei den Ballontagen.

Sie machen den Himmel bunt: Die Ballone am Donnerstagabend.

Sie machen den Himmel bunt: Die Ballone am Donnerstagabend.

Stefan Zeberli, Kurt Frieden und Pascal Witprächtiger (vorne, von links).

Stefan Zeberli, Kurt Frieden und Pascal Witprächtiger (vorne, von links).