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ATTRAKTION: Schliifschüele mit Seesicht

Auf dem Dunantplatz in Heiden soll im kommenden Winter eine temporäre Eisbahn entstehen. Sie soll dem Dorfleben neue Impulse verleihen. Hinter der Idee steht ein Gastronom.
Karin Erni
Auch auf dem Bundesplatz in Bern gab es im letzten Jahr eine temporäre Kunsteisbahn. (Bild: KEY)

Auch auf dem Bundesplatz in Bern gab es im letzten Jahr eine temporäre Kunsteisbahn. (Bild: KEY)

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

Im kommenden Winter kann es Heidlerinnen und Heidler kalt lassen, ob Frau Holle ihre weisse Pracht über dem Dorf ausschüttelt oder nicht. Auf dem Dunantplatz soll nämlich ein temporäres Kunsteisfeld der Bevölkerung die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung bieten.

Initiant des Projekts ist Tobias Funke. Der Geschäftsführer des benachbarten Gasthauses zur Fernsicht will mit der Idee zur ­Belebung des Dorfes beitragen. «Alle klagen immer, es laufe nichts in Heiden. Dagegen wollen wir etwas unternehmen.» Im vergangenen Winter hätten sie bereits ein Fonduechalet im Garten der «Fernsicht» aufgebaut, das sehr beliebt gewesen sei, so Funke. «Offenbar haben wir damit den Zeitnerv getroffen.» Sie hätten sich dann überlegt, wie man das Thema weiter ausbauen könnte. «Weil der Schnee zum Skifahren oft spät kommt oder ganz fehlt, ist Eislaufen eine gute Alternative, das kann man praktisch bei jedem Wetter machen.»

Der zentrale Dunantplatz sei wunderschön gelegen und biete eine tolle Aussicht. Bedenken wegen einer Kommerzialisierung zerstreut der Initiant. «Eintrittsgeld bezahlt nur, wer sich auf das Eis begibt.» Die rundherum aufgestellten Bänke seien frei zugänglich und es gebe keinen Konsumationszwang.

Spass und Spiel für Jung und Alt

Das Projekt, für das kürzlich die Baubewilligung eingereicht wurde, umfasst zwei Eisfelder mit 350 beziehungsweise 180 Quadratmetern Fläche. «Auf dem grösseren können Kinder und Erwachsene Schlittschuhlaufen, auf dem kleineren könnte auch mal ein Eisstockschiessen stattfinden», so Funke. Damit jedermann beim eisigen Vergnügen mittun kann, werden 200 Paar Mietschlittschuhe bereitgestellt. Auch die bekannten Schiebe-Pinguine für Anfänger soll es geben. Ein Kiosk wird Kleinigkeiten zum Essen und Getränke wie Glühwein und Punsch anbieten. Der Vermieter der Infrastruktur habe als Erfahrungswert 500 bis 600 Besucher pro Tag an Wochenenden und Feiertagen angegeben. Um diesen Ansturm zu bewältigen, würden fünf bis sechs Mitarbeiter beschäftigt. Auch eine Eismaschine zur fachgerechten Bearbeitung der Eisfläche müsse her, sagt Funke. «Es wird eine teure Sache.» Er sei bereits seit Monaten am Planen. «Ich darf meine Arbeitsstunden gar nicht rechnen, aber ich mache es gern, denn es bereitet mir sehr viel Freude.»

Auch Appenzellerland Tourismus finde die Idee gut und habe Unterstützung zugesagt. Weil die Betriebskosten mit dem Eintrittsgeld nicht gedeckt werden könnten, seien zudem Sponsoren nötig, sagt Funke. «Einen Grossteil haben wir aber bereits gefunden.»

Die Kunsteisbahn soll gemäss Tobias Funke von 1. November bis Mitte Januar in Betrieb sein. «Falls das Angebot gut aufgenommen wird, überlegen wir uns eine Wiederholung, eventuell mit verlängerten Öffnungszeiten.»

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