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Atome sehen an der Kantonsschule

Damals

Vor 100 Jahren

23. Januar: Wattwil. Als ein rentables Geschäft hat sich für unsere Gemeinde der Ankauf des Brandenwaldes erwiesen. Nicht ohne Opposition wurde an der ausserordentlichen Bürgerversammlung vom 27. Juni 1915 der Kaufvertrag, wonach der 71 Jucharten messende Wald um 38 000 Fr. an die polit. Gemeinde überging, genehmigt. Heute ist derselbe aus dem Holzerlös bereits bis auf den letzten Rappen abbezahlt. Die günstige Konjunktur im Holzhandel hat das ihrige zu dem erfreulichen Resultat getan. Nun ist aber der Holzreichtum noch nicht erschöpft; es werden weitere Einnahmen für die Gemeinde entstehen. Zweckmässig wäre es, wenn diese Überschüsse zu weiteren gelegentlichen Waldankäufen reserviert würden.

23. Januar: Untertoggenburg. Von einem eigenartigen Unfall wurde ein noch im schulpflichtigen Alter stehender Knabe betroffen. Vor dem elterlichen Hause wurde er von einem Schneeball getroffen, den ein Knabe gegen ihn warf. Das versetzte ihn in einen solchen Schrecken, dass er einen Erstickungsanfall erlitt, der dem jungen Leben ein jähes Ende bereitete.

Vor 50 Jahren

19. Januar: Toggenburg. Im Januar 1868 war die Tollwut im Toggenburg. Bekanntlich nähert sich aus Richtung Süddeutschland die Tollwut je länger je mehr auch in unserer Gegend. Die Kantone Schaffhausen, Thurgau und Zürich weisen bereits zahlreiche Tollwutfälle auf. In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass die «Appenzeller Zeitung» in ihrer Chronik «Aus der Appenzeller Zeitung vor 100 Jahren» über einen Tollwutfall in Wattwil zu berichten weiss. «Auch im Toggenburg. Auch in Wattwyl ist ein herumschweifender, wuthverdächtiger Hund erschossen worden, bei dem die vorgenommene ärztliche Sektion die vollständig ausgebrochene Wuthkrankheit konstatirte. Es ist nun über eine Reihe von Gemeinden des Toggenburgs sowie der Bezirke Rorschach und Unterrheintal der Hundebann verhängt.»

19. Januar: Ebnat-Kappel. Saalfragen wie überall. Zufolge Umbaues des «Sternen» auf dem Bendel musste der bisherige Saalbau geopfert werden. Damit verlieren die Vereine der Aussengegenden ihr langjähriges Lokal für die Durchführung von Anlässen und Vereinsabenden. Bereits wird die Frage ventiliert, ob ein Aufruf an die verschiedenen betroffenen Vereine, durch Fronarbeiten an einer Saalerweiterung beim Gasthaus «Sonne» im Wintersberg zum Erhalt einer geeigneten Lokalität beizutragen, evtl. von Erfolg begleitet sein dürfte.

Vor 20 Jahren

20. Januar: Bütschwil. Jakob Lang verfasste die 65. Dorfchronik für die 135jährige Monatsgesellschaft Bütschwil. Auch er hat sich, wie seine Kollegen und die Kollegin in den vergangenen 64 Jahren, die Freiheit genommen, nach Gutdünken die Chronik zu verfassen. «Jeder darf schreiben, was er will und wie er will», erklärt Willi Stadler, Präsident der Auftraggeberin, der Monatsgesellschaft Bütschwil. Getreuliches Aufzeichnen 1934 entschlossen sich die Mitglieder der Monatsgesellschaft Bütschwil, jedes Jahr einen Chronisten zu bestimmen. Sachlich, beinahe amtlich, zeichnete Lang «Erfreuliches und Abscheuliches», wie er es bezeichnete, auf und vermittelte so einen beinahe lückenlosen Querschnitt vom Geschehen in der Nähe und Ferne. Trotz der Sachlichkeit wurden aber auch zarte Zwischentöne angeschlagen, die nicht zu überhören waren. Lang, ehemaliger Aufsichtsratspräsident der Raiffeisenbank Bütschwil, schien keinen Gefallen an der Fusion der Schweizerischen Bankgesellschaft und des Bankvereins zu haben. Für das laufende Jahr ist noch keine Person bestimmt. Stadler ist jedoch zuversichtlich, zumal der Autor frei sei in Stil und Art. Angst müsse niemand haben. «Am liebsten hätten wir wieder einmal eine Frau als Chronistin», hofft Stadler. In der 65jährigen Geschichte der Dorfchronik griff bis anhin nur Prisca Bürge zur Feder.

21. Januar: Wattwil. Die Physikabteilung der Kantonsschule Wattwil konnte dank finanzieller Unterstützung des Kantonsschulvereins Toggenburg-Linth ein Rastertunnelmikroskop erwerben. Damit können die einzelnen Atome einer Metalloberfläche sichtbar gemacht werden. Das relative günstige Rastertunnelmikroskop ist freilich nicht mit einem Laborgerät zu vergleichen. Doch für die Mittelschule genügt es, einzelne Atome an der Oberfläche darzustellen. Mit dem neuen Mikroskop soll unter anderem ein allgemeinbildendes informatives Wissen im Bereich der Nanotechnologie vermittelt und illustriert werden. Unter Nanotechnologie versteht man Arbeiten im Bereich eines Millionstel Millimeters.

Vor 10 Jahren

18. Januar: Toggenburg. Die Gemeinden Bütschwil und Wattwil liegen wieder an der Spitze der kantonalen Verkehrsstatistik. Durch Bütschwil fuhren im Durchschnitt täglich 15 000 Fahrzeuge. Die Zählstelle Bütschwil Bächli passierten 5,5 Millionen Motorfahrzeuge. In Wattwil verzeichnete die Zählstelle Wilerstrasse mit 4,7 Millionen Fahrzeugen im Jahr das höchste Verkehrsaufkommen, gefolgt von Wattwil Wis mit 4,4 Millionen. Als letzte Zählstelle knackte diejenige bei der Umfahrung Lichtensteig die 4-Millionen-Grenze. Auch Wattwil Hummelwald ist mit einem Verkehrsaufkommen von 3,8 Millionen bereits in Reichweite. Das Tageshöchst des Jahres wurde an der Wilerstrasse in Wattwil gemessen. 21 810 Fahrzeuge passierten den Zähler am Freitag, 11. Mai 2007 und auch das folgende Wochenende lieferte Höchstwerte. Daran könnte das Wetter des Muttertages-Wochenende schuld sein, das laut dem Toggerburger Wetterexperten Ruedi Kleger frühsommerlich sonnig und warm gewesen sei. Am wenigsten Verkehr gibt es nach wie vor auf dem Hemberg und über die Schwägalp. Die Zählstelle Hemberg Chrummbach passierten 305 000 Fahrzeuge, das sind durchschnittlich 836 pro Tag und über die Schwägalp fuhren letztes Jahr 362 000 Fahrzeuge.

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