ATELIERS: Fünf Sterne für Künstler

Zum vierten Mal öffnen Ostschweizer Kunstschaffende im April und Mai bei der Aktion «Fünfstern» ihre Ateliertüren. Zudem gibt es Performances und Ausstellungen.

Christoph Renn
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Alle drei Jahre öffnen Ostschweizer Kunstschaffende ihre Ateliertüren. Im Rahmen von «Fünfstern» erlauben sie der Öffentlichkeit einen Blick in ihre Werkstätten. Bei der vierten Durchführung gibt es an zwei Wochenenden Einblick in insgesamt 250 Ateliers: am 29./30. April in der Stadt St. Gallen und am 6./7. Mai in den Kantonen St. Gallen, Thurgau und beiden Appenzell. Dieses Jahr bleibt es jedoch nicht bei den offenen Ateliers. Die Veranstalter haben zusätzlich ein Rahmenprogramm mit Performances, Vernissagen und ­Sonderausstellungen organisiert. Diesen Samstag, 16 Uhr, findet im Kunstmuseum St. Gallen die Auftaktveranstaltung statt. Die Eröffnungsrede wird Martha Monstein, Leiterin des Kultur­amtes des Kantons Thurgau, halten. Zudem gibt es eine Tombola. Eine Tombola mit sehr hoher Gewinnchance: «Alle Kunstschaffenden haben ein Werk eingereicht, das wir am Samstag verlosen», sagt Projektleiterin Brigitte Kemmann. «Dank der rund 250 Preise wird jedes dritte Los ein Treffer sein.» Mitglieder des Sinfonieorchesters St. Gallen kommunizieren zudem an diesem Samstag mit Werken von Mark Dion in den neuen Ausstellungsräumen des Kunstmuseums St. Gallen. Speziell am diesjährigen «Fünfstern» sind die Performances. «Diese haben wir schweizweit ausgeschrieben», sagt Kemmann. «Wir haben explizit nach Kunstschaffenden in Ausbildung oder mit einem Abschluss vor nicht länger als fünf Jahren gesucht.»

Es seien 17 Bewerbungen eingegangen. Eine Jury hat sieben Gruppen ausgewählt. Informationen zu den ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern gibt es am 6. April im Kulturkonsulat an der Frongartenstrasse 9. «Dann stellen sie sich vor und sprechen über ihre Intervention», sagt Kemmann. Fünf Performances sind in Zügen geplant, zwei im Kunstzeughaus Rapperswil-Jona. «Auf Zugstrecken, die über Kantonsgrenzen führen», sagt Kemmann. «Wir wollen damit auf die Kunstszene in der Ostschweiz aufmerksam machen.» Die Performances sind unter anderem auf den Linien zwischen St. Gallen und Uznach, in der Trogenerbahn, zwischen Gossau und Appenzell sowie im Thurbo zwischen St. Gallen und Kreuzlingen geplant.

Christoph Renn

christoph.renn

@tagblatt.ch