Arztpraxis wird wieder besetzt

Gemeindepräsident Toni Hässig überraschte die Bürger mit zwei guten Nachrichten: Der Abschluss fällt positiv aus, und für die Praxis an der Bogenstrasse konnte eine Ärztin verpflichtet werden.

Urs M. Hemm
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Gemeindepräsident Toni Hässig sucht nach der ruhig verlaufenen Versammlung das direkte Gespräch mit den Oberhelfenschwiler Bürgern. (Bild: Urs M. Hemm)

Gemeindepräsident Toni Hässig sucht nach der ruhig verlaufenen Versammlung das direkte Gespräch mit den Oberhelfenschwiler Bürgern. (Bild: Urs M. Hemm)

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@toggenburgmedien.ch

In der gut besetzten Sonneberghalle, von 928 Stimmberechtigten waren 65 anwesend, erläuterte am Montagabend Gemeindepräsident Toni Hässig den Rechnungsabschluss 2016. Dieser schliesst mit einem Ertragsüberschuss von knapp 655 000 Franken ab. Dem Wunsch des Gemeinderates entsprechend, stimmten die Bürger einstimmig zu, den Ertragsüberschuss für ­zusätzliche Abschreibungen auf dem Verwaltungsvermögen zu verwenden. Eine für die Bürger noch viel bessere Nachricht hatte er jedoch, was die seit letztem Sommer verwaiste Arztpraxis an der Bogenstrasse betrifft. «Es freut mich, dass dank des Engagements des Gemeinderates und mehrerer weiterer Beteiligter ich heute sehr aktuell sagen darf, dass sich eine sehr gute Lösung abzeichnet und die Arztpraxis im Juni dieses Jahres wieder den Betrieb aufnimmt.» Die ärztliche Versorgung werde künftig Brigitte Maria Magdalena Lautenschlager übernehmen, die bereits in Region praktiziere. Sie werde die Praxis mit Beteiligung eines Ärztenetzwerkes führen.

Steuerfusssenkung wird diskutiert

Wie viele andere Gemeinden profitierte Oberhelfenschwil insbesondere von höheren Steuereinnahmen, die gut 200 000 Franken höher ausfielen als ­ursprünglich budgetiert. «Aufgrund der guten Abschlüsse wird vielerorts die Senkung des Steuerfusses diskutiert. Nach unserem erneut guten Rechnungsabschluss wird mit dem Budget 2018 der Steuerfuss sicher auch bei uns thematisiert werden», sagte Toni Hässig. Dennoch: Trotz des guten Abschlusses bleibe Oberhelfenschwil unter den fünf steuerschwächsten Gemeinden im Kanton St. Gallen, betonte Toni Hässig und ergänzte zugleich, dass sich in diesem Bereich viele andere ländliche Gemeinden befänden.

Fördermassnahme für Gebäudesanierung

Ein Projekt, welches die Gemeinde für zumindest die kommenden drei Jahre beschäftigen wird, ist die energetische Gebäudesanierung. «Unter dem Titel ‹Entwicklung im Dorf mittels ­Hausanalyse› möchte die Regionalorganisation Region Tog­gen­burg zusammen mit den Gemeinden eine positive Entwicklung aus­lösen», erläuterte Toni Hässig. Viele ältere Bauten wiesen einen ­erheblichen Sanierungs- und Renovationsbedarf auf, was hohe Investitionskosten für die Hauseigentümer nach sich ziehen würde, was viele Hauseigentümer abschrecke. «Mit diesem Projekt sollen Hauseigentümer mit fachlichen und finanziellen Anreizen motiviert werden, durch Sanierungsmassnahmen oder auch Umnutzung ihrer Gebäude eine nachhaltige Wertschöpfung zu erzielen», erklärte Hässig. Finanziert werden soll dieses Projekt unter anderem mit der Rückzahlung der Vorfinanzierung in der Höhe von 27 000 Franken aus dem Projekt Naturpark, welches verworfen worden war.