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Arthur Junior belagert ein Dorf

Insgesamt sechs Wochen befinden sich Künstler auf Einladung von Arthur Junior in Bütschwil. Sie lassen sich vom Dorf, der Landschaft, den Menschen zu Kunstwerken inspirieren, die ab dem 29. August im Bräggerhaus und im Dorf verteilt ausgestellt werden.
Martina Signer
Im Dorfgespräch: Marc Hörler, Flurina Badel, Marcel Hörler (Arthur Junior), Jérémie Sarbach und Gemeinderat Peter Schrag (von links). (Bild: Martina Signer)

Im Dorfgespräch: Marc Hörler, Flurina Badel, Marcel Hörler (Arthur Junior), Jérémie Sarbach und Gemeinderat Peter Schrag (von links). (Bild: Martina Signer)

BÜTSCHWIL. Arthur Junior ist mittlerweile fünf Jahre alt. Zum kleinen Jubiläum machte der Wohnwagen dieses Jahr in Bütschwil halt. Sieben Künstler aus dem In- und Ausland schaffen, von Bütschwil inspiriert, Kunstwerke unterschiedlicher Art. Am Donnerstag lud Arthur Junior – bestehend aus Künstlern aus einem interdisziplinären Team junger Leute aus dem Toggenburg – zum einem Zwischenbericht ein.

Arthur – Art und Thur

Sie leben in Bütschwil und haben ihr Atelier im Bräggerhaus eingerichtet. Sieben Künstler, welchen Arthur Junior eine Plattform bietet. Arthur Junior ist das Pendant zu Arthur der Kunsthalle(n) Toggenburg. Arthur – ein Kunstwort aus Art und Thur – steht für Kunst im Thurtal und Kunst auf Tour. Mit einem Wohnwagen zieht der Verein Kunsthalle(n) Toggenburg durch das Tal, und so machen es auch die sieben Künstler unter 30. Was auf einer Maturaarbeit basiert, feiert dieses Jahr schon den fünften Geburtstag. Bis jetzt war Arthur Junior in Lichtensteig, Ebnat-Kappel und Wattwil anzutreffen. Und nun auch in Bütschwil. «Arthur Junior passt sein Konzept jeweils an seine Haltestelle an», sagt Marcel Hörler, einer von sieben jungen Toggenburgern, die zu Arthur Junior gehören. Mit dabei waren am Donnerstag auch Sirkka Ammann, welche Arthur Junior mittels Maturaarbeit «zur Welt gebracht» hat, sowie Hanes Sturzenegger und Julia Wäckerlin. Als Art Zwischenbericht lud Arthur Junior am Donnerstag zum Dorfgespräch. Marcel Hörler moderierte für Arthur Junior und befragte dabei die Künstler nach ihren bisherigen Erfahrungen in Bütschwil. So erzählte beispielsweise der in Wil aufgewachsene Rafael Koller: «Es ist eine Bereicherung, bei fremden Leuten zu wohnen, und das Bräggerhaus ist mittlerweile zu einer Art Lebensmittelpunkt geworden.»

Schwierigkeiten aufgetaucht

Rafael Koller hat zusammen mit der Mexikanerin Helena Hernàndez bereits ein Kunstwerk geschaffen, ein zweites ist in Arbeit. Sie haben sich dabei stark von ihren Eindrücken in Bütschwil inspirieren lassen. Zum Gespräch eingeladen waren auch die Künstler Flurina Badel und Jérémie Sarbach. Sie haben ein ähnliches Projekt, wie Arthur Junior es in Bütschwil durchführt, im kleinen Walliser Dorf Ernen erlebt und erzählten von ihren Erfahrungen. Die Dorfbewohner von Ernen hätten sich sehr für die beiden Künstler und ihr Schaffen interessiert. Es seien oft schöne Gespräche entstanden. Auch der Innerrhoder Marc Hörler hat ein ähnliches Projekt aufgegleist. Seines findet in Gonten statt. Er musste allerdings zugeben, dass die Dynamik unter den Künstlern zwar gut sei, sie es aber noch nicht ganz geschafft hätten, die Kunst auch nach aussen, zu den Bewohnern Gontens, zu tragen.

Kunstverständnis ist vorhanden

Dieses Problem kennt auch Arthur Junior. «Bis jetzt merkt man noch gar nicht viel davon, dass hier so viele Künstler leben», sagte auch eine anwesende Bütschwilerin. Das soll sich nun – und spätestens mit der Ausstellung Ende August bis Mitte September – ändern. Einer, der sich dafür schon intensiver mit Arthur Junior befasst hat, ist Gemeinderat Peter Schrag. Auch er nahm am Dorfgespräch teil und ist sichtlich begeistert vom Konzept. Auch er wünscht sich eine grössere Resonanz aus dem Dorf. Das Kunstverständnis in Bütschwil sei sicher da, jedoch vielleicht an einem noch zu kleinen Ort. Möglicherweise regt die Ausstellung mit Kunstwerken rund um Bütschwil ja zu noch mehr Kunstverständnis an.

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