Armin-Strässle-Marsch uraufgeführt

KIRCHBERG. Christian Guler, Präsident der Blechharmonie Kirchberg, hatte es bei der Begrüssung am Freitagabend angedeutet. Die Unterhaltung stand auch im Zeichen des Dankes für das langjährige Engagement der Mitglieder.

Peter Küpfer
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KIRCHBERG. Christian Guler, Präsident der Blechharmonie Kirchberg, hatte es bei der Begrüssung am Freitagabend angedeutet. Die Unterhaltung stand auch im Zeichen des Dankes für das langjährige Engagement der Mitglieder. Zuerst ehrte Christian Guler die Verdienste von Linus Calzaferri um die Blechharmonie Kirchberg, welcher der Euphonist seit mehr als 35 Jahren angehört, davon 16 als Präsident.

Weiterentwicklung als Anliegen

Sodann wandte sich Christian Guler an einen weiteren langjährigen treuen Mitmusizierenden, den im Saal anwesenden Ehrenpräsidenten Armin Strässle. Armin Strässle führte seine Formation, wie Christian Guler ausführte, nicht nur durch das 150-Jahr-Jubiläum (1993). Er setzte sich immer auch für ihre Weiterentwicklung ein. Mit seiner Initiative wurde das Saxophon als Register geführt. Strässle regte auch die Integration von Flöte und Klarinette an und machte aus der traditionellen Blechmusik die Harmonie, die aus dem Kirchberger Musikleben nicht mehr wegzudenken ist. Auch förderte er die Zusammenarbeit mit der Musikschule Toggenburg und die Pflege des musikalischen Nachwuchses. Wegen Armin Strässles Verdiensten und als Zeichen der Verbundenheit gab die Blechharmonie ihrem Mitglied Enrico Calzaferri einen Auftrag, den dieser mit Begeisterung ausführte: für den Jubilar einen Marsch zu komponieren. Es entstand «Unter der Kaiserlinde», der bei der Unterhaltung in Gegenwart von Armin Strässle zum erstenmal gespielt wurde.

Geheimnis gut gehütet

Dabei wurde das Geheimnis offensichtlich sehr gut gehütet, so dass Armin Strässle bis zum Erklingen des ersten Tones nichts von dem zu seinen Ehren entstandenen Marsch wusste. In Anspielung an Strässles Wohnsitz auf dem Hüsligs mit Blick auf die auf seinem Grundstück stehende Kaiserlinde schrieb Calzaferri einen schmissigen Marsch, der vom Ensemble mit grosser Freude gespielt wurde. An eine fröhliche, an Kavallerieausritte erinnernde Eröffnung schliessen sich romantische Melodienbögen an, aber auch solche, die das Heimweh bekunden und an das Schubertsche Lied vom Lindenbaum erinnern. Der Marsch endet mit einem von allen Musikanten, welche beim Spielen den Mund frei hatten, aus frischer Brust gesungenen Bekenntnis zu Kirchberg als Heimat und Ort zum Leben. Der Jubilar verdankte die Ehrung sichtlich gerührt.