ARMEE: «Die Busa gehört zu uns, in die Ostschweiz»

An der Hauptversammlung der Appenzellischen Offiziersgesellschaft äussert sich Regierungsrat Paul Signer zum Standort Herisau. Die Versammlung wählt einen neuen Revisor.

Monika Egli
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Präsident Marco Knechtle begrüsst die Versammlung. (Bild: EG)

Präsident Marco Knechtle begrüsst die Versammlung. (Bild: EG)

Dieses Jahr war der Ausserrhoder Sicherheitsdirektor Paul Signer an der Reihe: Er und sein Inner­rhoder Amtskollege Martin Bürki wechseln sich im Überbringen der Grussworte der Regierungen an der Hauptversammlung der Appenzellischen Offiziersgesellschaft (AOG) jeweils ab. Der Kontakt mit den Mitgliedern der Offiziersgesellschaft sei ihm sehr wichtig, betonte Signer im Saal des «Bären» in Speicherschwendi, hier könne er den Puls der Armee spüren. Es sei schade, dass so viele junge Leute den Zivil- dem Militärdienst vorzögen, und es sei deshalb wichtig hinzustehen und seinem Stolz auf die Armee Ausdruck zu geben. Auch auf die Busa (Berufsunteroffiziersschule der Armee) in Herisau kam er zu reden, deren Standort trotz Zugeständnissen von hoher Stelle auch wieder in Frage gestellt werden könnte. «Die Busa gehört zu uns, in die Ostschweiz, wir wollen sie behalten», sagte Paul Signer.

Der Speicherer Gemeindepräsident Peter Langenauer erinnerte die knapp 60 Anwesenden daran, dass in seiner Gemeinde, auf der Vögelinsegg, so etwas wie die Grundlage für die Appenzellische Offiziersgesellschaft gelegt worden, damals, als man die ins Gebiet einbrechenden Unterläger verjagte...

31 Gesuche an die Winkelriedstiftung

Marco Knechtle als Präsident der AOG blickte an der 161. HV zurück auf ein Jahr, das nicht aus der Reihe getanzt war: Der Herbstmarsch war gewohnt gut organisiert worden, die Kasse konnte mit einem Jahresgewinn von mehr als 2100 Franken schliessen und der Bestand der Mitgliederzahlen der AOG blieb – trotz sinkender Bestandeszahlen der Armee – konstant; «im letzten Jahre konnten sie sogar leicht erhöht werden.» Die Winkelriedstiftung, die mit der AOG eng verbunden ist, erhielt letztes Jahr 31 Unterstützungsgesuche.

Der letztes Jahr ins Amt gewählte Kassier Fabian Frischknecht legte der Versammlung dar, dass aus der Winkelriedstiftung mindestens in den letzten zehn Jahren nie so viel Unterstützung wie 2016 geleistet worden war. Für allgemeine Unterstützungstätigkeiten wurden gut 59000, für Gesuche im Bereich Förderung des Wehrwesens 48000, insgesamt 107000 Franken vergeben (im Jahr zuvor waren es noch total 44000 Franken). Die Kasse der Winkelriedstiftung schloss mit einem Verlust von gut 71000 Franken, das Stiftungskapital beträgt 7,45 Milliionen Franken. Nachdem die Kasse der AOG einen Gewinn von gut 2000 Franken erwirtschaftet hat, beträgt ihr Eigenkapital gut 21600 Franken. Traktandiert waren auch die Mitgliederbeiträge. Die SOG (Schweizerische Offiziersgesellschaft) hat im März diesen Beitrag um 5 auf 15 Franken erhöht. Trotzdem beschloss die Versammlung, den AOG-Mitgliederbeitrag von 60 Franken zu belassen. Davon gehen jeweils 30 Franken an die ASMZ (Militärzeitschrift), neu 15 Franken an die SOG, womit im Gegensatz zu vorher mit 20 nur noch 15 Franken in der AOG-Kasse verbleiben, «was wir im Moment aber tragen können». Reto Sonderegger hatte nach vielen Jahren als Revisor den Rücktritt eingereicht; an seine Stelle wählte die Versammlung Tim Koch.

Zum Abschluss das «Südworscht-Mööli»

Vor dem Referat von Jean-Claude Brossard zum Thema «Was bedroht die Schweiz?» und dem «Südworscht-Mööli» sang die Versammlung das Landsgemeindelied.

Monika Egli

monika.egli@appenzellerzeitung.ch