ARMEE: Busa sucht eine Lösung

Die Zukunft der Busa ist ein wiederkehrendes Thema. Der Standort Herisau dürfte mittelfristig gesichert sein. Seit geraumer Zeit beschäftigt jedoch die Infrastruktur.

Patrik Kobler
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Seit über 40 Jahren ist die Berufsunteroffiziersschule in Herisau verankert. Hier ein Bild vom Ausbildungsstart im Januar 2017. (Bild: APZ)

Seit über 40 Jahren ist die Berufsunteroffiziersschule in Herisau verankert. Hier ein Bild vom Ausbildungsstart im Januar 2017. (Bild: APZ)

Patrik Kobler

patrik.kobler@appenzellerzeitung.ch

Im März hat sich der Ausserrhoder Nationalrat David Zuberbühler in der Fragestunde zur Zukunft der Berufsunteroffiziersschule (Busa) erkundigt und von Verteidigungsminister Guy Parmelin die Antwort erhalten, dass Herisau weiterhin als Standort vorgesehen sei – provisorisch. Der Bundesrat werde jedoch erst im zweiten Semester definitiv entscheiden. Inzwischen hat der Bundesrat Herisau als Standort bestätigt. Dieser Entscheid freut sowohl Landammann Paul Signer als auch Gemeindepräsident Renzo Andreani, beide betonen die hohe Bedeutung der Busa für die Gemeinde und den Kanton. Seit geraumer Zeit wünscht sich die Busa indes eine Verbesserung der Infrastruktur. Die Schule ist heute an unterschiedlichen Standorten in Herisau untergebracht. Die Busa hätte gerne nur noch einen Standort. Bislang konnte jedoch keine Lösung gefunden werden.

Einziger Bundesbetrieb des Kantons

Sollten also nicht Kanton und Gemeinde zusammenspannen und der Busa ein attraktives Projekt unterbreiten, um sie langfristig an Herisau zu binden? Schliesslich handelt es sich um den einzigen Bundesbetrieb im Kanton und einen nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsfaktor. Paul Signer und Renzo Andreani sehen keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Der Kontakt zur Busa sei eng. Sowohl Kanton als auch Gemeinde würden stets ihre Unterstützung anbieten. «Wir haben jedoch das Signal erhalten, dass die Busa zurzeit selber Optionen zur Verbesserung der Situation prüft», sagt Signer. Wie diese Optionen aussehen, war weder vom Landammann noch vom Gemeindepräsidenten und auch nicht vom Busa-Kommandanten Heinz Niederberger zu erfahren.

Gerüchtehalber gibt es ein Projekt bei der Kaserne

Auch wenn Verteidigungsminister Guy Parmelin in der Fragestunde gesagt hatte, dass nach heutiger Planung in Herisau keine wesentlichen Investitionen vorgesehen seien, wird laut Gerüchten ein Projekt in der Nähe der Kaserne geprüft. Verifizieren liess sich das noch nicht. Heinz Niederberger bestätigt zwar, dass verschiedene Optionen geprüft werden. Für weitere Auskünfte verweist er jedoch an die Organisationseinheit Immobilien V des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport in Ittingen, Bern.

Die für dieses Thema zuständige Person war aber vor Redaktionsschluss nicht erreichbar. Diese Angaben werden später nachgeliefert.

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