ARI-Vertrag als Ärgernis bezeichnet

Die Geschäftsprüfungskommission stellt der Gemeinde ein positives Zeugnis aus. Zu den wenigen Kritikpunkten gehören die Bauabrechnungen. «Der GPK fällt es auf, dass sich die Gemeinde in dieser Angelegenheit sehr schwer tut», heisst es im Bericht. Trotz intensivem Nachhaken werde man immer wieder vertröstet.

Patrik Kobler
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Die Geschäftsprüfungskommission stellt der Gemeinde ein positives Zeugnis aus. Zu den wenigen Kritikpunkten gehören die Bauabrechnungen. «Der GPK fällt es auf, dass sich die Gemeinde in dieser Angelegenheit sehr schwer tut», heisst es im Bericht. Trotz intensivem Nachhaken werde man immer wieder vertröstet.

«Ein Ärgernis»

Im Rat zu reden gab vornehmlich das Vertragsverhältnis mit der kantonseigenen AR-Informatik. Im GPK-Bericht steht: «Die Informatik ist nach wie vor unbefriedigend und viel zu kostspielig. Der Vertrag stimmt für Herisau absolut nicht.» Als Ärgernis empfindet das Vertragsverhältnis auch die FDP. Wie Fraktionssprecher Markus Brönnimann ausführte, machen noch nicht alle Gemeinden bei ARI mit. Die Mehrkosten tragen die Gemeinden, die bereits dabei sind. Gemeindepräsident Renzo Andreani bestätigte: «Die Gemeinde Herisau leistet eine Vorfinanzierung. Diese sollte aber ARI machen.»

Brönnimann bedauerte weiter die Auflösung der Schulkommission. Schulpräsidentin Annette Joos verteidigte den Entscheid. Die politischen Entscheide würden vom Gemeinderat und vom Einwohnerrat gefällt. Der Schulkommission hätten klare Aufgaben gefehlt. An den Schulen gebe es aber Elternforen. Was eine bürgernahe Lösung sei. Brönnimann wünschte sich aber trotzdem ein «strategisches Gremium» zurück.

Yves Noël Balmer (SP) bemängelte bereits zum vierten Mal, dass im Bericht des Sportzentrums nicht der Deckungsbeitrag je Produkt ausgewiesen wird. So könnte nachvollzogen werden, welcher Bereich wie abschliesst. Renzo Andreani zur Forderung: «Du sprichst mir aus dem Herzen.»

Kritik ab GPK

Während die Verwaltung Lob erntete, geriet die GPK selber in die Kritik. CVP-Sprecher Glen Aggeler kritisierte «personenbezogene Äusserungen», die in einem Gesamtkontext einen «falschen Charakter» hätten. Alle Äusserungen müssten fundiert und abgewogen sein, bevor sie im GPK-Bericht veröffentlicht werden.

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