Ärger wegen Schneeräumung in Teufen

Der FC Teufen kämpft nicht mehr gegen den Schulhausneubau. Der Präsident ist von der Gemeinde enttäuscht.

Astrid Zysset
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Noch gibt es keine Lösung, wie sichergestellt werden kann, dass der FC Teufen auch bei Schneefall auf dem Kunstrasen beim Landhaus trainieren kann.

Noch gibt es keine Lösung, wie sichergestellt werden kann, dass der FC Teufen auch bei Schneefall auf dem Kunstrasen beim Landhaus trainieren kann.

Bild: Stefan Kaiser

Zwar hat der Vorstand des FC Teufen überraschend bekanntgegeben, dass er sich aus dem politischen Prozess zurückziehen wird. Die Abstimmungsempfehlung, den Bau eines neuen Sekundarschulhauses im Gebiet Landhaus, über welches am 9. Februar abgestimmt wird, zu verhindern, ist damit vom Tisch. Doch das Problem ist nicht gelöst. Nach wie vor weiss der FC nicht, ob er während des Winters das Kunstrasenfeld neben dem geplanten Neubau nutzen kann oder nicht. «Wir hoffen jetzt einfach das Beste», sagt FC-Präsident Beat Bachmann. Er wirkt resigniert. Die Gespräche der vergangenen Monate mit der Gemeinde zehrten an seinen Nerven. So sehr, dass er seinen Amtsrücktritt im kommenden Sommer herbeisehnt. «Ich habe genug», sagt Bachmann. Seit der Abstimmungsempfehlung läutete sein Telefon ununterbrochen. Das Echo, welches der Verein mit einer Empfehlung ausgelöst hatte, war gross. Der Tonfall wurde aber manchmal auch rau.

Doch wo liegt eigentlich genau das Problem? Der Schnee wurde bisher mittels Fräse auf die freien Grundstücke neben dem Kunstrasen geschleudert. Dort entsteht nun jedoch das neue Schulhaus. Wohin also mit den Schneemassen? Auf der Westseite steht die Tribüne. Deren Dach würde das Gewicht des Schnees nicht tragen. Die Gemeinde schlug vor, den Stauraum seitlich der beiden Trainernischen zu nutzen. Für Bachmann eine Lösung, die nur bedingt zielführend ist. Denn: Mit der Fräse lässt sich der Schnee so nicht mehr räumen. Der Aufwand, den Kunstrasen für das Training frei zu bekommen, wird immens für die Gemeinde. Und die Räumung im Bereich der Betonwand sei nach wie vor nicht gelöst. Kann der FC Teufen jedoch nicht sicherstellen, dass der Kunstrasen bei Schnee genutzt werden kann, drohen Forfait-Niederlagen, Punkteverluste und Bussen. Die Meisterschaft würde verfälscht.

Kommunikation gestaltete sich schwierig

«Der grösste Frust ist die Kommunikation mit der Gemeinde», sagt Bachmann. Er sei von der Diskussionskultur, die von den Behörden an den Tag gelegt worden sei, «masslos enttäuscht». Schon im Oktober habe man seitens des Vereins auf das Problem der Schneeräumung hingewiesen. Mehrfach habe er anschliessend das Gespräch gesucht. Jedoch nie eine in den Augen des FC schlüssige Antwort respektive Lösung erhalten. Bachmann ersuchte um eine «Garantie», dass der Spielbetrieb im Winter sichergestellt werden könne. Eine solche, dass die Gemeinde nach einer Lösung suche, liegt mittlerweile vor. Der Verein hat seine Abstimmungsempfehlung, die er an seine 300 Mitglieder verschickte, deshalb zurückgezogen.

Gemeindepräsident Reto Altherr gibt an, dass man nach der geeigneten Lösung suche, um den Spielbetrieb zu gewährleisten. Testen konnte man bisher aber keine, da diesen Winter noch kein Schnee lag. Zudem: «Wir leben auf 850 Meter. Da kann es zu grossem Schneefall kommen. Wir können wirklich nicht garantieren, dass 365 Tage im Jahr trainiert werden kann.»

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