ARBEITSWELT: Berufe aus der Zeit von Dunant

Anlässlich des gestrigen nationalen Zukunftstages hat das Henry-Dunant-Museum Heiden ein Programm für Kinder und Jugendliche angeboten. Backstage-Pässe ermöglichten spannende Einblicke.

*elisabeth Van der Linde
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Geschäftsführerin Elvira Steccanella erklärt den Gästen, welche Berufe im Dunant-Museum ausgeübt werden. (Bilder: Elisabeth van der Linde)

Geschäftsführerin Elvira Steccanella erklärt den Gästen, welche Berufe im Dunant-Museum ausgeübt werden. (Bilder: Elisabeth van der Linde)

*Elisabeth van der Linde

redaktion@appenzellerzeitung.ch

Die Führung durch das Dunant-Museum Heiden beginnt für einmal im Shop. Die zehn Kinder, die anlässlich des nationalen Zukunftstages am Morgen zu Gast sind, erfahren, dass dies der Arbeitsplatz von Doris Baschnonga ist. Als Fachperson Besucher übt sie einen von vielen Berufen aus, die das Museum anbietet. Kuratorin, Aufsichtsdienst, Szenograf, Haustechnik oder Vermittlerin sind weitere Berufe , die die Teilnehmenden auf dem Rundgang kennen lernen.

«Wir machen erstmals ein Angebot am Zukunftstag», sagt Elvira Steccanella, Geschäftsführerin des Museums. «Wir wollen den Kindern einen Einblick in die Museumswelt ermöglichen.» Ausgestattet mit Backstage-Pässen dürfen die Teilnehmer in ­Bereiche, die sonst verschlossen bleiben; in die Bibliothek, ins Materiallager oder ins Archiv. Insgesamt 20 Kinder haben sich für den Anlass im Dunant-Museum angemeldet – mehr als die Geschäftsführerin erwartet hat. Das kantonale Amt für Chancengleichheit hat den Zukunftstag des Dunant-Museums finanziell unterstützt.

Die Kinder erhalten den Auftrag, anhand von Texten und Gegenständen der Ausstellung typische Berufe aus der Zeit von Henry Dunant aufzuschreiben. Sie notieren Kaufmann, Pfarrer, Lehrer, Arzt und Soldat und stellen fest, dass damals nur Männer einen Beruf ausübten. Die Mitarbeitenden des Museums fordern die Teilnehmer auf, Vergleiche zu heute zu ziehen. Eine Umfrage zeigt, dass viermal Lehrer als Traumberuf genannt wird und je einmal Informatiker, Autorin und Bibliothekarin. Viele der Teilnehmenden wissen noch nicht, was sie später arbeiten wollen.

Alle Kinder haben einen Gegenstand mitgebracht zum Thema «Wie sehe ich die Zukunft?». Damit wird eine kleine Ausstellung gestaltet.

Hinweis

*Elisabeth van der Linde besucht in Häggenschwil die erste Sekundarstufe und hat anlässlich des nationalen Zukunftstages die Redaktion der «Appenzeller Zeitung» besucht.