ARBEITSLOSIGKEIT: Erneut mehr Arbeitslose

Zum wiederholten Mal verzeichnet das Toggenburg eine grössere Zahl Arbeitsloser als im Vorjahr. Positiv fällt hingegen die Betrachtung der Jugendarbeitslosigkeit aus.

Ruben Schönenberger
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2016 waren erneut mehr Toggenburger auf einem regionalen Arbeitsvermittlungszentrum als arbeitslos gemeldet. (Bild: Benjamin Manser)

2016 waren erneut mehr Toggenburger auf einem regionalen Arbeitsvermittlungszentrum als arbeitslos gemeldet. (Bild: Benjamin Manser)

Ruben Schönenberger

ruben.schoenenberger

@ toggenburgmedien.ch

Im Vergleich mit dem ganzen Kanton darf sich das Thur- und Neckertal freuen. Sowohl bei den Arbeitslosen als auch bei den Stellensuchenden liegt das Toggenburg im innerkantonalen Vergleich auf den ersten Plätzen. So weisen beispielsweise nur die Wahlkreise Sarganserland und See-Gaster eine tiefere Arbeitslosenquote auf.

Ebenfalls positiv fällt die Betrachtung der Jugendarbeitslosigkeit aus. Die entsprechende Quote scheint sich über die Jahre relativ stabil zu verhalten. 2016 liegt sie im Toggenburg bei 2 Prozent. Noch sechs Jahre zuvor lag sie deutlich höher, bei 2,7 Prozent.

Allerdings weist das Thur- und Neckertal auch das fünfte Jahr in Folge steigende Arbeitslosenzahlen auf. Die Arbeitslosenquote liegt im Jahresmittel 2016 bei 2,2 Prozent. Das ist der schlechteste Wert seit 2010 (2,4 Prozent). Der Arbeitslosenanteil liegt zum gleichen Zeitpunkt bei 1,8 Prozent. Die Werte unterscheiden sich, weil der Anteil an einer unterschiedlichen Grundgesamtheit berechnet wird (siehe Kasten). Beide Zahlen fussen aber auf der absoluten Anzahl Arbeitsloser. Diese beträgt im Jahresmittel 2016 531 Personen. Auch das ist der höchste Wert seit 2010 (591 Personen). Bei den Stellensuchenden liegt das Jahresmittel 2016 bei 809 Personen. Das macht einen Stellensuchendenanteil von 2,7 Prozent. Auch das ist ein Spitzenwert im Jahresvergleich.

Der Blick auf die Gemeinden zeigt ein ähnliches Bild. Nur gerade Bütschwil-Ganterschwil, Neckertal und Wattwil konnten die Anzahl Arbeitsloser verringern und den Arbeitslosenanteil verbessern. Auch in diesen drei Fällen ist das aber kein Ausdruck eines langjährigen Trends. Den grössten Anteil weist 2016 die Gemeinde Lichtensteig mit 2,8 Prozent aus, dicht gefolgt von Wattwil mit 2,6 Prozent. Diese zwei Gemeinden liegen damit auch über dem kantonalen Wert von 2,1 Prozent. Am besten schneidet die Gemeinde Mosnang ab. Mit nur 0,7 Prozent belegt sie gar einen kantonalen Podestplatz. Nur Pfäfers und Untereggen übertrumpfen die Toggenburger Gemeinde.