Arbeitsame, geschickte Handwerker

APPENZELLERLAND. An einer Feier erhielten 24 Schreiner und acht Schreinerpraktiker ihr Abschlussdiplom. Unter den Besten: Peter Enzler und Peter Müller, beide reisen im Oktober an die World Skills nach London.

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Erfolgreiche Schreiner: Alle 24 Prüflinge erhielten das eidgenössische Fähigkeitszeugnis. (Bild: pd)

Erfolgreiche Schreiner: Alle 24 Prüflinge erhielten das eidgenössische Fähigkeitszeugnis. (Bild: pd)

«Ein redlicher, arbeitsamer und geschickter Handwerker ist eine der nützlichsten Personen im Staate.» So drückte Regierungsrat Rolf Degen seine Anerkennung und Wertschätzung für den Schreinerberuf aus. Sie stammen nicht von ihm, sondern von keinem geringeren als Freiherr Adolph Knigge. Dieser wusste schon um 1790 um die Wichtigkeit der Handwerker, da sie grundlegende Bedürfnisse des Menschen abdecken. Degen ermunterte die Lehrabgänger, weiterhin lern- und arbeitswillig zu bleiben. Der Regierungsrat dankte den Ausbildnern für die geleistete Arbeit, besonders Thomas Vogler. Als ehemaliger Leiter der Appenzeller Holzfachschule in Teufen war der vielen Lehrlingen ein beruflicher Vater und Mentor gewesen. Auch an den nationalen Erfolgen der Appenzeller Schreiner habe Vogler entscheidend mitgewirkt. Auf die Leistungen der Appenzeller Jungschreiner an der Schweizer Meisterschaft sei er besonders stolz, so Degen.

Anspruchsvolle Prüfung

Die Teilprüfung im praktischen Bereich wurde vor einem Jahr absolviert. Zwei Kandidaten scheiterten und wurden somit für die diesjährigen Abschlussprüfungen nicht aufgeboten. Der Prüfungsreigen in diesem Jahr begann mit einer weiteren Fallnote, der individuellen praktischen Arbeit. Bei dieser musste eine komplette, verkäufliche Schreinerarbeit hergestellt werden. Entstanden sind dabei unter anderem ein Kleiderschrank, eine Einbauküche und ein gestemmter Eckbank. Die restlichen Noten ergaben sich aus schriftlichen Prüfungen. Von den 24 angetretenen Prüflingen haben alle bestanden und erhielten das eidgenössische Fähigkeitszeugnis.

5,3 für Schweizer Meister

Ihr Durchschnitt ist mit 4,8 leicht höher als vor einem Jahr. Für acht Lehrlinge, welche die Note 5 oder mehr erreichten, gab es eine gravierte Uhr als besondere Auszeichnung. An der Spitze der diesjährigen Diplomierten standen drei Jungschreiner mit der Note 5,3: Roman Grögli und die beiden Schweizer Meister Peter Enzler und Peter Müller. Auch die acht angetretenen Schreinerpraktiker haben die Prüfungen bestanden und erhielten das eidgenössische Berufsattest. Zwei von ihnen, Markus Keller und Slaven Podgorac, haben ihre zweijährige Lehre mit einer 5 oder besser abgeschlossen. (pd)