Arbeiten auf felsigem Grund

STEIN. Seit April laufen die Bauarbeiten am Neubau im Blaukreuz-Wohnheim Felsengrund in Stein. Der Zeitplan kann dank guter Vorbereitung und zuverlässiger Mitarbeiter eingehalten werden.

Fanny Urech
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Von links: Werner Lieberherr (Bereichsleiter Brockenstube und Projekte vom Blauen Kreuz St. Gallen-Appenzell), Stefan Mosimann (Baukommission), Ivan Cavegn (Architekt), Roger Gut (Bauherrenbegleiter), Martin Schmid (Heimleiter), Christa Mosimann (ausführende Architektin), Hansueli Scherrer (Leiter der Heim- und Baukommission). Im Hintergrund der entstehende Neubau des Wohnheims Felsengrund. (Bild: Fanny Urech)

Von links: Werner Lieberherr (Bereichsleiter Brockenstube und Projekte vom Blauen Kreuz St. Gallen-Appenzell), Stefan Mosimann (Baukommission), Ivan Cavegn (Architekt), Roger Gut (Bauherrenbegleiter), Martin Schmid (Heimleiter), Christa Mosimann (ausführende Architektin), Hansueli Scherrer (Leiter der Heim- und Baukommission). Im Hintergrund der entstehende Neubau des Wohnheims Felsengrund. (Bild: Fanny Urech)

Es ist zwar kalt, aber die Sonne strahlt schon seit dem Morgen und bietet ein ideales Bauwetter. Im Wohnheim Felsengrund in Stein wird dies ausgenutzt. Seit April wird nun schon gebaut, die Baukommission scheint zufrieden zu sein mit den Fortschritten. «Das Projekt wurde aber auch von Anfang an gut vorbereitet», sagt Hansueli Scherrer, Leiter der Heim- und Baukommission.

Hoffen auf gutes Wetter

Der Rohbau ist fast fertig gestellt, am Anfang der nächsten Woche soll mit dem Holzbau begonnen werden. Alles verläuft nach Zeitplan. Anfangs gab es zwar einen kleinen Rückstand, da man einen Fels sprengen musste, welcher sich nicht maschinell abbauen liess. Damit hatte man rechnen müssen, immerhin heisst das Heim ja «Felsengrund». Die kleine Verzögerung wurde aber schnell wieder aufgeholt. Es besteht die Hoffnung, dass es in den nächsten paar Wochen noch keinen Schnee gibt und die Bauarbeiten ungehindert fortgesetzt werden können. Die Aufträge für dieses Projekt sind hauptsächlich an lokale Unternehmer vergeben worden, «das sei allen wichtig gewesen», betont Hansueli Scherrer. Ausserdem ist die Baukommission dankbar, im Tal so gute und zuverlässige Handwerker zu haben. Zurzeit wohnen die 25 Bewohner des Wohnheims Felsengrund im «Heimetli» in Nesslau. «Wir fühlen uns da sehr wohl und haben uns erstaunlich schnell eingelebt», sagt Heimleiter Martin Schmid. Wenn alles weiterhin gut läuft, wird über den Winter der Innenausbau fertiggestellt, damit das neue Haus nächsten Sommer bezugsfertig ist. Es soll ein Haus geben, das zwar modern ist, sich aber dennoch in die Umgebung integriert. Drei der alten Bauten wurden abgerissen, um Platz zu schaffen für den entstehenden Neubau. Dieser ist zwar etwas kleiner als die alten Gebäude, dafür praktischer und weniger verschachtelt. Der Arbeitsbereich mit den Werkstätten ist jetzt viel klarer getrennt vom Wohnbereich. Dieser befindet sich nämlich in den oberen zwei Stockwerken. Auf jedem Stockwerk sind sieben Zimmer und ein Gemeinschaftsraum geplant. Ausserdem gibt es neu eine Aussenterrasse, welche die Möglichkeit bietet, das wunderschöne Bergpanorama auch von draussen zu betrachten. Bei schlechtem Wetter kann man dieses auch durch die neuen, grossen Fenster geniessen, erklärt Architekt Ivan Cavegn. Im obersten Stock wird unter anderem auch ein Mehrzweckraum entstehen, in dem kleinere Anlässe gefeiert werden können. Rund 4,4 Millionen Franken soll das Projekt kosten. 862 000 Franken wurden gespendet. «Wir haben über hundert Stiftungen angefragt und 3000 bis 4000 Privatpersonen», erzählt Werner Lieberherr, Bereichsleiter Brockenstube und Projekte vom Blauen Kreuz St. Gallen-Appenzell. Von Anfang an gab es ein fixes Budget. Bauherrenbegleiter Roger Gut unterstützt die straffe Kontrolle der Ausgaben. «Luxus kann man sich nicht leisten. Vorher muss dafür gesorgt werden, dass die Bauarbeiten gut abgeschlossen werden können», betont Ivan Cavegn.

Schlicht, aber funktionell

Der Neubau soll funktionell sein, für Bewohner und für Betreuer. Es existiert aber eine «Wunschliste», mit Dingen wie einer weiteren Kühlzelle für die Küche. «Dies sind alles Luxusartikel, die zwar schön wären, aber nicht unbedingt nötig», fügt Cavegn hinzu. Was davon alles umgesetzt werden kann, zeigt sich, wenn deutlich wird, wie gut das Budget eingehalten werden konnte.