Arbeiten an Friedhofshalle vergeben

Der Wattwiler Gemeinderat informiert über das weitere Vorgehen beim Neubau der Aufbahrungs- und Abdankungshalle. Mit dem Abbruch wird anfangs April begonnen. Abdankungen werden während der Bauzeit vor der evangelischen Kirche in einem Zelt durchgeführt.

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wattwil. Am 29. November 2009 haben die Wattwiler Stimmbürgerinnen und Stimmbürger an der Urne dem Baukredit für eine neue Aufbahrungs- und Abdankungshalle im Friedhof Wattwil zugestimmt. Inzwischen wurde das Bauprojekt ausgearbeitet und die nötigen Bewilligungen erteilt. Die Abbrucharbeiten beginnen am 6. April. Während der Bauzeit werden die Abdankungen vor der evangelischen Kirche abgehalten. Hier wird als Witterungsschutz ein Zelt aufgestellt. Aufbahrungen sind in dieser Zeit im Spital Wattwil oder in den Nachbargemeinden vorgesehen.

Die Überführung des Sarges zum Friedhof erfolgt jeweils unmittelbar vor der Abdankung. Voraussichtlich dauert die Bauzeit bis Januar 2011. Während der Bauzeit ist die Zufahrt zur Alterssiedlung Kirchenrain über die Wigetstrasse gewährleistet. Folgende Arbeiten wurden vergeben: Abbruch- und Erdarbeiten: Pozzi AG, Wattwil; Baumeisterarbeiten: Pozzi AG, Wattwil; Sanitäranlagen: Windirsch AG, Wattwil; Lüftung: Zotti Gebrüder GmbH, St. Gallen; Katafalke: Zengaffinen AG, St. Gallen; Kipptor: NPM AG, Goldach; Hebebühne: Hebetec Förder- und Hebesysteme, Nuglar SO

Verkehrsberuhigung im Bergli

Da es für Verkehrsberuhigungen in Wohnquartieren die Akzeptanz der Anwohnerinnen und Anwohner braucht, verzichtet der Gemeinderat auf ein gemeindeübergreifendes Gesamtkonzept. Er prüft die Situation jedoch, wenn Vorstösse aus der Quartierbevölkerung eingehen. Als am 25. November 2008 aus dem Bergliquartier eine Petition mit 76 Unterschriften eingereicht wurde, welche die Schaffung einer Tempo-30-Zone anregte, setzte der Gemeinderat folgerichtig eine Arbeitsgruppe ein.

Umfangreiche Abklärungen

Die Arbeitsgruppe, welche aus Mitgliedern der Petitionäre, anderer Anwohner, des Gemeinderates und der Bauverwaltung besteht, erhielt den Auftrag die Situation zu prüfen und dem Gemeinderat geeignete Lösungen vorzuschlagen. Eine Begehung mit der Polizei ergab, dass eine generelle Tempo-30-Zone aufgrund der momentanen Rechtslage nicht in Frage kommt, weil die vorhandenen Gefahren mit anderen Mitteln reduziert werden können. Diese Einschätzung wurde auch durch Verkehrserhebungen gestützt.

Gemäss dieser Erhebungen fahren 60 Prozent der Autos zwischen 30 und 40 Stundenkilometer, 37 Prozent zwischen 41 und 50 und nur 3 Prozent zwischen 51 und 60 Stundenkilometern. Allerdings können situationsbedingt auch die, an sich erlaubten, 50 Stundenkilometer gefährlich sein. Es ist auch zu berücksichtigen, dass das Bergliquartier ein bedeutendes Wohnquartier mit vielen Kindern ist.

Gezielte Massnahmen

Auch wenn die Gefahren weniger gross sind als subjektiv empfunden, konnte der hinzugezogene Verkehrsplaner einige einfach zu realisierende Massnahmen aufzeigen, welche die Sicherheit der Fussgänger erhöhen. An seiner Sitzung vom 2. März beschloss der Gemeinderat nach einem Augenschein vor Ort, die ohnehin gültigen Rechtsvortritte werden grösstenteils markiert. Dies schränkt die Versuchung ein, auf geraden Strecken übermässig zu beschleunigen.

Dort wo Treppen in die Strasse münden, weisen kleine, markierte Podeste künftig auf mögliche Gefahren hin und es werden einzelne Tafeln «Tempo 30 freiwillig» montiert, die die Strassenbenutzer an ihre Eigenverantwortung erinnern sollen. Rechtlich bleibt Tempo 50 jedoch bestehen.

Zweckmässige Investition

Zur Umsetzung der Verkehrsberuhigung im Bergli nahm der Gemeinderat einen Betrag von 50 000 Franken in die Investitionsplanung auf. Die erfolgte Verfeinerung des Projektes zeigt, dass 35 000 Franken genügen dürften.

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass dieser Betrag zur Erhöhung der Sicherheit gut angelegt ist. Verkehrsberuhigungen in Quartieren sind ebenfalls als flankierende Massnahmen im Zusammenhang mit der Umfahrungsstrasse zu werten. Damit sich die Anwohnerinnen und Anwohner des Bergliquartiers ein Bild der konkreten Massnahmen machen können, lädt eine Delegation des Gemeinderates zu einer Information am 10. April um 10 Uhr vor der Scheune der Familie Keller an der Berglistrasse 76 ein. (gem)

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