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APRILHIMMEL: Erste Sommersternbilder tauchen am Himmel auf

Blick zum Toggenburger Sternenhimmel im April 2017
Hanspeter Steidle

Sonne

Aufgang: 1. April: 7.07 MOSZ

30. April: 6.14 MOSZ

Untergang:

1. April: 19.47 MOSZ

30. April: 20.26 MOSZ

MOSZ: Mitteleuropäische (Sommer-)Ortszeit, Region Toggenburg

Mond

Vollmond: Dienstag, 11. April, im Sternbild Jungfrau

Neumond: Mittwoch, 26. April, im Sternbild Fische

Planeten

Merkur: Bis am 6. April kann der kleine Planet tief im Westen kurz vor der Dämmerung gesehen werden.

Venus: Sie strahlt als heller Morgenstern während des ganzen Monats.

Mars: Er ist am Abendhimmel bis um ca. 23 Uhr im Westen zu beobachten.

Jupiter: Der grösste Planet im Sonnensystem steht in Opposition zur Sonne. Damit ist er der Erde näher als in Konjunktion, d. h. wenn er von der Erde aus betrachtet hinter der Sonne steht. Er ist der Planet des Abendhimmels im Sternbild Jungfrau und kann bis zur Morgendämmerung beobachtet werden.

Saturn: Der Ringplanet geht erst nach Mitternacht auf. Wer ihn beobachten will, muss etwa zwei Stunden nach Mitternacht aufstehen.

Sterne und Milchstrasse

Am Himmel ist der Frühling eingezogen. Das Sternbild Löwe befindet sich im Meridian und über unseren Köpfen leuchten die Sterne des Sternbildes Grosser Bär. Knapp über dem Horizont zieht sich von Osten bis in den Südwesten die Wasserschlange hin. Die in der griechischen Mythologie mehrköpfige Schlange, Hydra genannt, beginnt westlich des Sternbildes Löwe unterhalb des Sternbildes Krebs. Die Hydra ist das längste Sternbild am Himmel. Sie ist nicht leicht zu sehen, denn sie setzt sich aus einer Reihe schwach leuchtender Sterne zusammen. Über der Schlange befinden sich folgende Sternbilder: Unter dem Stern Regulus (auf der Sternkarte eingezeichnet) das Sternbild Sextant (nicht eingezeichnet). Auch unter dem Sternbild Löwe sehen wir den Becher und unter dem Sternbild Jungfrau den Raben. Vier markante Sterne bilden das Sternbild Rabe, er ist deshalb relativ leicht zu erkennen. Die Sterne Regulus, Spica und Arktur sind die hellsten Sterne der drei Sternbilder Löwe, Jungfrau und Bootes (= Bärenhüter) und bilden gedanklich das Frühlingsdreieck. Diese Verbindungen von Sternen helfen der Orientierung, wenn man den Himmel beobachten möchte. Der Stern Regulus ist nur 77 Lichtjahre entfernt und gehört zu den Sternen der näheren Umgebung der Sonne. Er ist ca. 138-mal heller als die Sonne.

Der Stern Spica ist ca. 260 Lichtjahre entfernt und ist ein Doppelstern. Der hellere Stern der beiden hat eine 13500-fache Sonnenleuchtkraft. Der Arktur scheint rötlich, weil er bereits ein alternder Stern ist und aufgebläht. Er ist ca. 37 Lichtjahre entfernt und ist 110-mal heller als die Sonne. Der Arktur befindet sich am Ende seines Sternenlebens und wird in nicht allzu ferner Zeit seine Hüllen abstossen. Im Westen verschwinden allmählich die Wintersternbilder und im Osten tauchen die ersten Sommersternbilder auf, allen voran das Sternbild Herkules. Ein hübsches, kleines Sternbild östlich des Bootes ist die Nördliche Krone mit dem Hauptstern Gemma (= Edelstein). Er ist ca. 75 Lichtjahre entfernt und leuchtet fast 60-mal heller als die Sonne. Wenn wir diese hellen Sterne betrachten, dann soll uns bewusst werden, dass wir Erdbewohner froh um unsere Sonne sein dürfen. Sie ist ein sogenannter G-Stern mit einer Oberflächentemperatur von ca. 5600 Kelvin. Je heisser ein Stern nämlich ist, desto weniger lange lebt er. Die Entwicklung von Leben auf einem Planeten bedingt eine langlebige Sonne von einigen Milliarden Jahren. Riesensterne mit sehr grossen Leuchtkräften leben nur wenige zehn Millionen Jahre, eine Zeit, die niemals ausreichen würde, um auf Planeten Leben entstehen zu lassen.

Sternschnuppen

Aus drei Himmelsregionen werden Sternschnuppen über den Himmel huschen. Die Erde kreuzt im April auch die Bahn eines Kometen, der ca. alle 400 Jahre einmal in die Nähe der Sonne fliegt und dabei viel Staub und kleine Steine auf seiner Bahn verliert. Wenn diese Steinchen auf die Erdatmosphäre prallen, verglühen sie und regen die Luft zum Leuchten an. Das Leuchten der Luft interpretieren wir als Sternschnuppen.

Hanspeter Steidle

redaktion@toggenburgmedien.ch

Sternenbeobachtung Weil am 11. April Vollmond ist, sind nur die ersten sechs Aprilabende für die Beobachtung des Himmels günstig. Hingegen ist der Mond ein dankbares Beobachtungsobjekt. Bis zum 8. April sind die Mondberge vor allem am Terminator immer Himmelsobjekte, sei es im Feldstecher oder im Fernrohr. Vom 16. bis Ende Monat stört das Mondlicht nicht mehr für die Beobachtung schwach leuchtender Himmelsobjekte. Bei schönem Wetter wird am Freitag, 7. April, von 21.15 Uhr bis ca. 22.30 Uhr ein öffentlicher Beobachtungsabend durchgeführt. Bei schlechtem Wetter wird im Restaurant Churfirsten ein Diavortrag über Astronomisches gehalten.

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