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APPENZELLERLAND: Zeigen, was man kann

Dieses Jahr gastiert die Freizeitarbeitenausstellung in der Gemeinde Wald. 240 Lernende aus über 40 Berufen sind angemeldet.
Karin Erni
Auf dem Airhockeytisch, den die Lernenden von Huber+Suhner entwickelt haben, können die Ausstellungsbesucher spielen. (Bild: KER)

Auf dem Airhockeytisch, den die Lernenden von Huber+Suhner entwickelt haben, können die Ausstellungsbesucher spielen. (Bild: KER)

Karin Erni

karin.erni@appenzellerzeitung.ch

Unter den eingereichten Arbeiten der diesjährigen Freizeitarbei- tenausstellung ist ein Airhockey-Spieltisch, den 20 Lernende der Firma Huber+Suhner in Herisau in Eigenregie hergestellt haben. Ein herausforderndes Projekt für die Absolventen des 1. und 2. Lehrjahres der Berufe Elektroinstallateur, Kunststofftechnologe und -verarbeiter, Anlagenführer, Physiklaborant, Konstrukteur, Polymechaniker, Oberflächenbeschichter und Kaufmann. «Jeder hat sein Können und sein berufsspezifisches Wissen eingebracht», sagt der Leiter Lerncenter Raphael Abbt. Er begleitet das Projekt gemeinsam mit dem Berufsbildner der Anlagenführer Gilberto Parente und Konstrukteur Otmar Edelmann. Die grösste Herausforderung sei die interdisziplinäre Zusammenarbeit unter den Lernenden gewesen, sagt Abbt. «Das sind sie sich im Arbeitsalltag weniger gewohnt.» Seine Aufgabe sei die eines Coaches gewesen. «Das Zepter hatten klar die Lernenden in der Hand.» Begonnen hätten sie im November mit einem Brainstorming. Danach seien rund 20 Ideen vorhanden gewesen. Aus diesen habe man fünf ausgewählt, die den Kriterien Realisierbarkeit, Preis und Zeitbudget entsprochen hätten. Der Airhockeytisch hat schliesslich das Rennen gemacht.

Im Projekt steckt viel Wissen

In früheren Jahren hätten die Lernenden kleinere Einzelarbeiten angefertigt, wie etwa eine Pfeffermühle oder Spiele im Taschenformat, sagt Raphael Abbt. «Dieses Jahr soll ein berufsübergreifendes Projekt noch bessere Wirkung zeigen. In dem Spieltisch stecke viel Wissen drin, so Abbt. Es braucht einen Elektromotor, eine Steuerung, ein Gebläse und eine Kunststoffplatte mit kleinen Löchern, durch welche die Luft austritt. Auf diesem «Luftpolster» gleitet der ebenfalls selbst hergestellte Puck schnell und praktisch ohne Reibungsverlust dahin. Ziel des Spiels ist es, den Puck in den gegnerischen Goalschlitz zu versenken. Bis auf die Aluminiumbleche wurden sämtliche Teile in der gut ausgerüsteten Lehrlingswerkstatt gefertigt.

Manuel Schiesser ist Polymechaniker im zweiten Lehrjahr. Er war verantwortlich für die mechanische Fertigung der Einzelteile. «Die Arbeit im Team fand ich sehr anspruchsvoll. Wir konnten viel Erfahrung sammeln. Rückblickend würde ich früher mit der Arbeit anfangen. Es war schon ein rechter Stress.» 400 bis 500 Stunden hätten die Jugendlichen am Projekt gearbeitet, sagt Raphael Abbt. Die Materialkosten seien noch nicht ausgerechnet worden. Er beziffert sie mit 3000 bis 4000 Franken. Die Herstellungsschritte haben die Lernenden mit einem Video dokumentiert, das sie an der Ausstellung ebenfalls zeigen. «Wir hoffen, dass wir die Besucher von unserem Airhockeytisch begeistern können», sagt Manuel Schiesser. Nach der Ausstellung bekommt das 300 Kilogramm schwere Spielgerät im Lehrlingsraum der Firma Huber+Suhner einen definitiven Platz.

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